News 2004

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Veranstaltungshinweise und Vorankündigungen

Letzte Aktualisierung:       24.12.04

Hier werden Sie ab sofort die aktuellsten News aus der und rund um die Oberkrainer-Szene nachlesen können. Alles Wissenswerte über Gruppen, Neuerscheinungen von Tonträgern, Veränderungen und und und . . .

 

 

- 24.12.04 -

FROHE WEIHNACHTEN UND EIN GUTES NEUES JAHR 2005!

Wir möchten an dieser Stelle wieder einmal "Danke" sagen für ein Jahr mit Ihnen allen, die Sie so zahlreich unsere Seiten hier besuchen und unseren Webauftritt nutzen für die Informationen aus der Oberkrainer-Szene, Ihre Wochenendplanung mit uns gestalten und uns die ganze Zeit über die Treue halten. Ein Jahr voller interessanter Neuigkeiten und KrainerEvents neigt sich dem Ende zu. Der sicherlich größte Meilenstein in diesem Jahr war für uns persönlich die Geburt unseres Webradio-Auftritts *** RADIO OBERKRAIN***. Aber auch sonst bot das ablaufende Jahr viele Gelegenheiten, sich dem Thema Oberkrainer-Musik zu nähern und sich damit zu beschäftigen, sei es im durchgehend genutzten und stets interessanten KrainerForum oder einfach, indem man sich die neuesten Neuigkeiten über Gruppen und Musikanten hier abholte.

Wir hoffen, Ihnen auch im Neuen Jahr 2005 immer mit den neuesten Entwicklungen, Informationen und Trends aufwarten zu können und freuen uns auch dann wieder über Ihre hoffentlich recht zahlreichen Besuche hier bei uns.

FROHE WEIHNACHTEN


Damit möchten wir Ihnen allen und Ihren Familien, Angehörigen und allen KrainerFreunden ein recht besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest wünschen, verbunden mit den besten Aussichten und Wünschen für´s Neue Jahr 2005, vorallem Glück, Gesundheit und Zufriedenheit. Bleiben Sie so, wie Sie sind!

Ihre krainer-music.com und *** RADIO OBERKRAIN ***!

 

 

- 29.11.04 -

Am Sonntag bei RADIO OBERKRAIN keine Sendung möglich!

Am gestrigen Sonntag war es uns zur gewohnten Sendezeit um 20.00 Uhr nicht möglich, mit unserem Webradio auf Sendung zu gehen. Nach verschiedenen missglückten Einwahlversuchen mußte die Sendung schweren Herzens und sicher zum Leidwesen aller Radio Oberkrain-Fans abgesagt werden.
Nach Prüfung der Lage stellte sich heraus, dass auf die Sendeserver des Webradio-Dienstleistungsanbieters flatcast.de ein sog. DoS-Angriff (Denial of Service attack) stattfand, der die Server von außen überlastete und somit die störungsfreie Übertragung nicht zuließ. Was ist eine Denial of Service-attack? Hier können Sie bei Interesse etwas darüber nachlesen. Nachdem wir es aber bis zum Schluß nicht aufgeben wollten (auch bereits nach Absage der Sendung), gelang es uns gegen 21.30 Uhr, eine Einwahl zu bekommen und die Sendung doch noch zu starten. Mit zuerst "nur noch" fünf Hörern ging dann gestern ein Notprogramm auf Sendung. Zum Schluß, gegen 23.00 Uhr, waren es immerhin siebzehn Hörer, die dem Sendegeschehen noch folgten. An dieser Stelle ein ganz herzliches "Dankeschön" an jene, die eisern so lange ausharrten und es trotz Absage immer und immer wieder versuchten.

Wir hoffen, dass die Technik des Anbieters bis zur nächsten Sendung am Mittwochabend, 01.12.04, ab 20.00 Uhr, wieder vollständig zur Verfügung steht und dann unser Radioprogramm auch wieder störungs- und unterbrechungsfrei bei Ihnen zuhause ankommt.

Wir möchten uns nochmals bei Ihnen für die entgangene Sendung entschuldigen und bedanken uns für Ihr Verständnis. Es ist halt eben so: wenn man auf einen Dritten angewiesen ist und nicht alles selber in der Hand hat, können solche Dinge passieren. Wir werden auch in Zukunft keine Garantie haben, dass alles immer und zu jeder Zeit ständig abrufbereit und verfügbar ist. Dennoch werden wir unser Möglichstes dazu tun, dass Sie auch in Zukunft mit unserem Radioprogramm ungetrübte Hörfreuden geniessen können.

Ihre krainer-music.com und *** RADIO OBERKRAIN ***!

 

 

- 26.11.04 -

Wir gratulieren SLAVKO AVSENIK zum 75. Geburtstag!

Genau am 26. November 1929 erblickte er das Licht der Welt in dem kleinen slowenischen Ort Begunje. Nach einer beispielhaften Weltkarriere mit einem von ihm geschaffenen, neuen Sound, den er über vier Jahrzehnte mit seiner Formation, den Orig. Oberkrainern, in die Welt hinaustrug und als musikalischer Botschafter Sloweniens auf allen Kontinenten seine musikalische Visitenkarte abgab, feiert

Slavko Avsenik


am heutigen Freitag seinen


75. Geburtstag


Krainer-music.com wünscht dem Jubilar alles erdenklich Gute zu einem Dreiviertel Jahrhundert, vorallem Gesundheit und noch viele Jahre im Kreise seiner Familie.
Lieber Slavko, wir danken Dir für die unzähligen schönen Melodien, die flotten Polkas und lyrischen Walzer, den Sound, der uns auch nach mehr als fünfzig Jahren so fasziniert wie am ersten Tag! Und dafür, dass Du unzähligen Musikanten und Gruppen als musikalisches Vorbild dienst, die Dir nachstreben, um die von Dir geschaffene Musik auch für kommende Fans und Generationen am Leben zu erhalten.

Einfach nur: DANKE!

 

 

- 03.11.04 -

Neues von der Oberkrainerfront in Kürze zusammengefasst!

Der Veranstalter "Swiss Road Event" der Oberkrainer-Tour, welche die Schilcher durch viele Orte der Schweiz führen sollte (wir berichteten), sagte sämtliche noch ausstehende Konzerte des Ensembles ab. Derzeit ist auch kein Ersatz für die geplante Tour vorgesehen.




Die neue CD der Spatzen 2000 ist da! Die offizielle Präsentation der Produktion "Kryner an more" findet statt am 13. November 2004 im Gasthaus Wiendl in Maria Lankowitz (Steiermark). Beginn ist um 20.00 Uhr.
Nähere Infos gibt´s auch unter www.spatzen2000.at.




Die Jungen Orig. Oberkrainer gaben vor kurzem in einem Newsletter an ihre Fans folgendes bekannt: Brane Ticar hat nun offiziell seinen Rücktritt vom aktiven Bühnenleben verkündet. Da er sich nach seinem schweren Autounfall vom Mai 2002 körperlich nicht mehr in der Lage sieht, das für ihn zu anstrengende Akkordeonspiel über einen ganzen Abend zu bewältigen, macht er seinen Platz mit einem lachenden und einem weinenden Auge frei für den Mann, der ihn in den vergangenen zweieinhalb Jahren bei fast allen Gastspielen der JOO vertrat: Professor Loizi Dolinar (er ist übrigens nicht Professor der Musik, wie man fälschlicherweise annehmen könnte). Er ist nun eben auch offizieller Akkordeonist der Jungen Orig. Oberkrainer. Brane soll sich in Zukunft um die Tontechnik des Ensembles kümmern. Dadurch bedingt allerdings hat das ganze auch einen Nachgeschmack: der bisherige Mann hinter dem Mischer, Tontechniker Andi Lang, gebürtiger Allgäuer, hat das Ensemble bereits verlassen. Es sieht so aus, dass auf diesem Posten kein Platz für zwei Leute war.

Ebenso luden die JOO in gleichem Newsletter ein, sie auf der geplanten Amerika-Tournee zu begleiten, die vom 17. - 26. September 2005 stattfinden soll. Nähere Infos hierzu gibt´s unter http://www.wwgr.de/oberkrainer.htm




Die Alpenoberkrainer laden ein zur Präsentation ihrer neuesten Produktion Alpenoberkrainer - Unsere Erfolgsmelodien - Alpski strings instrumental mit Streichensemble Alenka Semeja. Diese CD, die übrigens schon ihre ersten Einsätze bei unserem Webradio *** RADIO OBERKRAIN *** hatte (u.a. anlässlich der Gedenksendung für Gerhard Freiinger, kürzlich verstorbener Klarinettist von den "Mooskirchnern"), beinhaltet verschiedene Instrumentalstücke, die mit Streichorchester unterlegt sind oder von denen ganze Motive von Streichern gespielt werden wie z.B. Einleitungen). Manche Stimmen unken schon, dass es irgendwie ein Kopie dessen ist, was Slavko Avsenik mit seinen Orig. Oberkrainern schon vor Jahren mit einem ähnlichen Album vorgelegt hat.
Nun denn: die Präsentation findet statt am Freitag, 26. November 2004 in der Festhalle in A-8510 Rassach (Stmk). Beginn ist um 20.00 Uhr. Musikalische Gäste des Alpski Kvintets an diesem Abend sind: die Mooskirchner und Oberkrainer Power. Auch hier finden Sie nähere Infos auf unserem .pdf-Dokument. Hier geht´s zum Plakat.

So, das war´s für heute in etwas komprimierter Form. Demnächst wieder Ausführliches zum Thema Oberkrainer auf diesen Seiten bringt

Ihre krainer-music.com

 

 

- 14.10.04 -

Vorankündigung zum 6. Grenzländer Abend

Ganz druckfrisch haben wir Plakat und Vorankündigung zu o.g. Veranstaltung hereinbekommen. Mitwirkende bei dieser Veranstaltung, die am 21. November in Zgonik bei Triest über die Bühne geht, sind außer den Gastgebern selbst das Ansambel Slapovi aus Slowenien, die Schilcher aus der Schweiz und die Grazer Spatzen als Vertreter Österreichs. Moderiert wird das ganze von Vinko Simek, der auch schon einmal bei den Alpenoberkrainern gesanglich in Erscheinung getreten ist (Der Postmann kommt).

Wer sich alles noch selbst anschauen oder nachlesen möchte: hier geht´s zum Original-Plakat.

Die Redaktion

 

 

- 09.10.04 -

Juchee - die Erste!

Juchee-Immer was zu feiern
Sepp Mattlschweiger
und sein Quintett Juchee
Nun schon acht(!) Wochen ist diese Debutscheibe von Sepp Mattlschweiger und seinem Quintett Juchee bei uns im Hause und immer wieder läuft das Ding heiß! Nachdem der amtierende "Baritonkönig" mit seinen Mitmusikanten zuerst einmal eine ganze Weile vor Publikum auftrat und das Quintett in Fach- und Fankreisen einführte, war die große Fangemeinde richtiggehend heiß auf dieses Album. Endlich nun ist es am Markt und das Warten hat sich wahrlich gelohnt! Was Sepp und seine Kollegen da auf den Tonträgermarkt schmeißen ist ein fulminanter Einstand! Da kommt beim ersten Anhören von Anfang an eine kuriose Freude auf, die sich -und das ist inzwischen höchst selten- nicht nur bis zum Ende hält, sondern sich sogar noch steigert, je weiter man sich nach hinten durchgearbeitet hat. Aber schauen wir etwas detaillierter hinein:

Immer was zu feiern lautet nicht nur der Titel der neuen CD, sondern ist auch der Name des ersten Stückes, das Sandi Jug mit rauchiger Stimme vorträgt. Übrigens ein Timbre, das unserer Meinung nach das Zeug hat, unter vielen verschiedenen Gesangsinterpreten wiedererkannt zu werden. Und was diese Tatsache in einer Schwemme von Tonträgern, die in den Markt gedrückt werden, heute wert sein kann, beweisen andere Künstler eindrucksvoll. Eine einfach flotte Polka, die sowohl ob ihrer Spielfreude als auch ihres Textinhaltes anregt zum Mitsingen, Mitfeiern, "Mitswingen". Überhaupt fällt die ganze Produktion auf durch eine durchweg "drivend" eingespielte Koexistenz von Rhythmus- und Bläsergruppe. Es paßt einfach zusammen! Harmonische Einwürfe der Bläser ergänzen den Sound, der durch Gesang und das fulminant gespielte Bariton bereits vorgegeben werden.
"Für´n Max" ist ein ebenfalls schön gespieltes Akkordeonsolo, mit dem sowohl Sandi als auch die übrigen Musiker eindrucksvoll den musikalischen Stand des Quintetts dokumentieren. Spätestens hier weiß auch der letzte, in welche Kategorie dieses Ensemble einzuordnen ist. Schöne Ideen wurden hier umgesetzt, die sich im übrigen durch die ganzen Titel ziehen. Man hat hin und wieder den Eindruck, dass bei der einen oder anderen Stelle Altmeister Slavko grüssen läßt. Seien es bei diesem Stück die sauber synchron gespielten Duo-Passagen zwischen Akkordeon und Klarinette oder an manch anderer Stelle die Sechszehntel-Aufgänge der Klarinette wie z.B. bei der folgenden, wieder von Sandi Jug gesungenen Polka "Küss mich morgens". Man muß genau hinhören, da könnte man beim ersten Mal leicht d´rüberstreifen. Aber eben gerade deshalb lohnt es sich, die Stücke nicht nur einmal anzuhören, sondern immer und immer wieder. Jedes Mal läßt sich neues entdecken! Und nicht zuletzt die ganz eigene Art von Sepp Mattlschweiger, das Bariton "an"zuspielen und zu intonieren, gibt der Scheibe den Pfiff, die sie unbestritten mitbringt. Dieses "Hineingleiten", dieses "Einreißen" auf einen Ton, das unnachahmliche Setzen von Bassläufen ist es, was Titel um Titel unverkennbar machen. Nicht ganz ohne Hintergrund, wie wir meinen. Man darf so ehrlich sein zu sagen, dass die Produktion in erster Linie auch eine Visitenkarte für ein quasi "Comeback" von Sepp Mattlschweiger ist und demnach unverkennbar seine Handschrift trägt, ja, auf ihn zugeschnitten ist. Dies zieht sich nicht nur basstechnisch und -spielerisch wie ein roter Faden durch die Scheibe, sondern auch kompositorisch. Immerhin stammen neun der vierzehn enthaltenen Stücke aus der Feder von Meister Mattlschweiger. Das hinterläßt unverkennbar Spuren.
Auch der Walzer "Die Gamlitzer Jungjäger" ist so ein Titel. Ebenfalls gespickt mit Synchronläufen zwischen Akkordeon und Klarinette und den eben schon erwähnten Sechszehntelläufen, knüpft der Walzer nahtlos an die Eindrücke der vorangegangenen Stücke an. Auffallend auch die strahlend glockenklare Trompete. Die Neuauflage des Boarischen "Burschenfest am Irschenberg": wem wollte sie besser gelingen als demjenigen selbst, aus dessen Feder dieses Bravourstück für Bariton stammt und der letztendlich diesem zu dem Stellenwert verholfen hat, welchen es sowohl in Fan- als auch in Musikerkreisen heute einnimmt? Selten gelingt eine Neuauflage gleich gut oder gar besser als das Original. Hier kann man es zweifelsohne so sehen.

Bei der gesungenen Polka "Da Lump" versucht sich Sepp Mattlschweiger als Sänger, obwohl er das laut eigener Aussage gar nicht vorhatte. Er ließ sich letztendlich auf vielfaches Drängen dazu überreden. Und das war, wie wir meinen, auch gut so. Man nimmt ihm den Text Silbe für Silbe ab, wenn er intoniert: " I bin holt a Lump und des bleib i. Des Heirot´n, jo des vermeid´i, so long i konn!" Wie schön und auch aufregend kann ein Musikantenleben doch sein...
Ein Klassiker von Ivan Presern ziert den Silberling ebenfalls. Die "Hockey-Polka" ist wahrlich ein "starkes" Stück. Schon der hineingezogene Eingang auf dem Akkordeon läßt interessantes erahnen. Und so bleibt das Ganze auch relativ eng am Original bis auf die ausschmückenden Läufe und Zwischentöne auf dem Bariton und den umgekleideten Schluß. "Musik kennt keine Grenzen" ist sicherlich eine Erkenntnis, die so neu nicht ist. Es scheint jedoch Tatsache zu sein, dass Sepp gesanglich die Option auf Titel hätte, die in irgendeiner Form mit Frauen oder den Beziehungen dazu zu tun haben. Ist da etwa ein ernster Hintergrund zu suchen? Verantwortlich für den Text zeichnet hier übrigens Gitarrist Herbert "Bertl" Pointinger, Co-Komponist Fredi Gradwohl war ebenfalls für Mix und Technik zuständig im eigenen "Soundhauf´n"-Studio. Mit dem Trompetenbravourstück "Sir Harry" gibt Blechbläser Harald Muster seine musikalische und technische Visitenkarte ab. Irgendwie läßt sich da eine Koexistenz von Volksmusik -sprich: Oberkrainer- und Elementen aus dem Jazz erkennen in perfekt und in Windeseile schnell gespielten Läufen. So gehört ähnlich z.B. vor Jahren bei Ivan Presern mit dem Titel: "Ivan spielt auf". Beim folgenden Walzer kommt Gitarrist Bertl Pointinger als Sänger zu Ehren.
"Noch einmal erklingt der Walzer", komponiert von Loisi Slak, läßt tonmalerisch die Glockenklänge Wahrheit werden und Wehmut aufkommen mit seinem getragenen Ablauf über vergangene, glückliche Stunden. Einmal mehr eindrucksvoll untermauert der Titel "Sepp is back" bereits das zuvor Gesagte. Synkopisch betonte Läufe und Endungen in allen Tonhöhen lassen die Herzen der Baritonfreunde höher schlagen! Harmonisch sind die Meldieverläufe, wie in allen Titeln auf dieser Scheibe. Das scheint mit ein Geheimnis zu sein, warum man spätestens beim zweiten Durchhören mitsummt und mitsingt. Gehörgängig müssen die Melodien sein. Oft ist einfach und harmonisch klingend besser in der Wirkung als akademisch und verkompliziert. Das wohltuendeste jedoch, was die ganze CD auszeichnet und was das folgende "Remake" eindrucksvoll beweist ist, dass es sich um eine wirklich 100% reine KrainerScheibe handelt. Das heißt, dass Mattlschweiger und Kollegen, nicht wie oftmals heute üblich, ganz ohne Schlagzeug oder einen eingespielten Titel mit einem solchen auskommen.
"Juchee auf der hohen Alm" kennen wir alle als volkstümlichen Schlager aus der Zeit, als Mattlschweiger noch seinen Dienst bei den Mooskirchnern versah. Dass man diesen hervorragend auch ohne nervende Drums so interpretieren kann, dass er trotz leicht holprigen Ablaufs (wegen der rhythmischen Zugeständnisse an die Schlagerversion) letztendlich als gelungenes KrainerStück durchgeht, wird dem Hörer eindrucksvoll ans wohlgeneigte Hörorgan geklatscht.

Junger Winzerschwung knüpft ebenfalls nahtlos an die vorhergehenden Titel an mit zweistimmigen Klarinettenpassagen wie einem Melodieteil für´s Bariton, alles zusammen gehörfällig und flott ablaufend verpackt. Wie man sich´s eben wünscht...Und zu guter Letzt ein gesungener Walzer, ebenfalls mit Bertl Pointinger an der Solostimme. Kinder, "schnell vergeht die Zeit", paßt so ganz als Abschiedstitel einer CD, die sicherlich von vielen Fans und Freunden Sepp Mattlschweigers und des eigentlich noch jungen Quintetts Juchee mit fieberhafter Ungeduld sehnlichst erwartet wurde. Mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass die Musikanten die Erwartungen all jener zur vollsten Zufriedenheit gestillt, wenn nicht um Längen übertroffen haben. Wir wünschen Sepp und seine Kollegen, dass ihr Publikum es ihnen mit dem Kauf einer CD und vermehrtem Besuch ihrer Veranstaltungen danken wird.

Wir laden Sie ein, sich selbst ein Urteil darüber zu bilden. Hören Sie einfach mal rein. Vielleicht haben auch Sie danach immer wieder was zu feiern, wenn das Quintett Juchee persönlich nur für Sie ganz alleine aufspielt. Falls Sie keinen kurzfristigen Zugriff auf die Scheibe bekommen, können Sie sich ja vorab mal das eine oder andere Stück anhören, wenn Sie auf unserer Internet-Radioseite RADIO OBERKRAIN bei einer unserer Sendungen zu Gast sind, wo die Titel der Gruppe immer wieder gewünscht werden. Oder Sie schauen einfach in unserem KrainerShop, made by amazon.de nach. Mit dem Kauf einer CD über unseren Shop unterstützen Sie auch unsere Internetpräsenz. Hier geht´s zum KrainerShop. Eine andere Möglichkeit ist auch der Bezug über unseren Partner, die Produktionsfirma MCP Sound & Media-VM RECORDS, über deren Shop.
Viel Spass beim Anhören und beim Einkauf wünscht Ihnen

Ihre krainer-music.com

 

 

- 04.10.04 -

In memoriam - Plötzlicher Tod von Gerhard Freiinger

Noch in der Nacht auf heute, Montag, ließ uns die Nachricht vom plötzlichen und allzu frühen Tode von
Gerhard Freiinger


erschauern. Er verstarb am Sonntagnachmittag unerwartet im Alter von 40 Jahren. Mit ihm verlieren die Mooskirchner einen langjährigen Musikantenkollegen, der sich als Klarinettist und Sänger in die Herzen vieler Fans und Freunde der Oberkrainer-Musik und der "Philharmoniker der Volksmusik" gespielt und gesungen hat.

Er war viele Jahre mit den Mooskirchnern unterwegs, als Moderator der Gruppe geschätzt und beliebt und genoß den Respekt sicherlich aller Musikantenkollegen aus der Szene. Mit ihm verliert die Oberkrainergemeinde einen sympathischen und talentierten Musikanten, der einen großen Anteil am Erfolg der Mooskirchner der letzten Jahre hat.

Unser ganzes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt in erster Linie seiner Familie. Er hinterläßt eine Frau und zwei Kinder. Ebenso trauern wir mit Helmut Freydl und seinen Musikantenkollegen von den "Mooskirchnern" um ihren Klarinettisten und Freund. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren. Er wird in den Herzen aller Freunde der Oberkrainer-Musik und insbesondere der Mooskirchner-Fans mit den Melodien, die er mit seinen Kollegen dargeboten und veröffentlicht hat, immer einen festen Platz haben und dort für ewig in Erinnerung bleiben und weiterleben.

Lieber Gerhard, mach´s guat!
Wir alle wünschen Dir den schönsten Platz, der im Musikantenhimmel frei ist! Du wirst immer bei uns sein!


Das rufen Dir als letzten Gruß zu: all Deine Fans und Freunde, alle, die Dich geliebt und geschätzt haben!

Krainer-music.com im Namen aller Freunde der Oberkrainer-Musik

Sollten Sie direkt im Gästebuch der Mooskirchner kondolieren wollen, so klicken Sie bitte hier!

 

 

- 27.09.04 -

Anmeldung zum ASV 2500 hat begonnen!

Wie schon im vorigen Jahr aus der Taufe gehoben und zum ersten Mal veranstaltet, wird es auch im Jahre 2005 einen Wettbewerb für Harmonikaspieler, den ASV (Akkordeon Solistenwettbewerb der Volksmusik) geben. Auch wir sind heuer wieder gerne mit dabei, um die von der Fa. Musik Meyer in Vertretung der HOHNER AG Trossingen initiierte Veranstaltung mit zu promoten und zu fördern. Im Gegensatz zum letzten Jahr sind jedoch dieses Mal die Spieler steirischer Harmonikas aussen vor. Man sah von Seiten des Veranstalters anhand der gewonnenen Erkenntnisse aus dem ersten Wettbewerb, dass das Spiel auf Akkordeon und steirischer Harmonika in einem Wettbewerb nicht direkt vergleichbar und somit schwer gegeneinander abwägbar ist. Bewerben können sich demnach alle Akkordeonspieler der volksmusikalischen Szene genauso wie die der Unterhaltungsmusik, ganz egal welchen Alters. Und dies ist ein Grund mehr, auch für die Älteren, sich zu trauen und aktiv an solch einem Wettbewerb einmal teilzunehmen, denn es winken ja auch wieder tolle Preise, die es zu gewinnen gibt. Und es hat sich beim letzten Male gezeigt, dass eine bunte Mischung aus mehreren Altersklassen eine interessante Konstellation ergeben kann sowohl für die Beteilgten als auch für das Publikum.

Erste Hürde des Anmeldeprozederes ist, wie im vorigen Jahr, die Aufnahme des eigenen Spiels auf eine Videocassette. Der Veranstalter sagt hierzu: "Üben Sie ein Stück auf Ihrem Akkordeon ein (muß nicht zwingend eins der Marke HOHNER sein), das Sie besonders gut können und machen Sie von sich eine Videoaufnahme. Denken Sie daran, dass diese Aufnahme (bewertet werden u.a. spielerisches Können, Ausdruck und Harmonie) das erste Kriterium für die Einladung zu einem Vorentscheid darstellt". Wie schon im vorangegangenen Auswahlverfahren wird eine fachkundige Jury aus allen eingegangenen Videoanmeldungen die Kandidaten für die Vorentscheide auswählen. Die Anmeldezeitraum ist großzügig bemessen, damit sich das Ganze auch unter den in Frage kommenden Akkordeonspielern herumsprechen kann und geht vom 01. September 2004 bis zum 31. März 2005. Also, nix wie los und geübt, was die Finger hergeben!

Zu erwähnen ist noch (diese Frage wird öfter im Vorfeld gestellt), dass die Kandidaten ausschliesslich solistisch vortragen werden, d.h. sowohl auf dem Anmeldevideo als auch später beim Vorentscheid und Finale sind keinerlei Begleitmusiker erlaubt. Dies ganz einfach deswegen, um die Rahmenbedingungen für alle gleich zu halten. Die genauen Teilnahmebedingungen lesen Sie bitte unter der Rubrik "Anmeldung" auf der Internetseite der Fa. Musik-Meyer unter www.hohner.info nach. Geplant sind ferner diese Mal für Deutschland 4 (vier!!!) Vorentscheide, für Österreich einer. Die Termine hierfür sind noch nicht festgelegt, dürften sich aber im Zeitraum so ca. ab Mai/Juni 2005 bewegen. Und noch was: der Veranstalter konnte als zusätzlichen Sponsor die Fa. AKG acoustics mit ins Boot holen. Daher gibt es dieses Mal außer einem Hohner-Akkordeon als ersten Preis weitere, attraktive Preise zu gewinnen, wie z.B. eine drahtlose Mikrofonübetragungsanlage, speziell für Akkordeonisten, hochwertige Mikrofone und Kopfhörer aus dem AKG-Programm. Die Anmeldung erfolgt, wie gesagt, über ein selbstgedrehtes Video samt anhängender Anmeldekarte. Die Unterlagen (Anmeldeflyer) hierfür liegen demnächst im Musikalienfachhandel aus bzw. stehen zum Download bereit, entweder auf der Seite www. hohner.info unter http://www.musik-meyer.net/zoiap1/downloads/ASV_Anmeldung.pdf oder hier bei uns (hier geht´s zum Anmeldeflyer)
So, und jetzt nix wie los an die Tasten und geübt, bis die Finger qualmen, dann Filmchen gedreht und zusammen mit der Anmeldekarte an den Veranstalter geschickt! Wir wünschen allen potentiellen Teilnehmern viel Glück, dem Veranstalter eine grosse Anzahl von Teilnehmern und schöne Wettbewerbe.

Ihre krainer-music.com

 

 

- 23.09.04 -

Lechner Buam mit "unserem" Titel www.krainer-music.com im TV!

Normalerweise sind Ankündigungen von Fernseh- und Rundfunkauftritten bei unserem KrainerEvent-Kalender ausgespart. Hierbei handelt es sich allerdings um eine rühmliche Ausnahme, die direkten Bezug zu unseren Seiten hat. Denn ganz überraschend bekamen die Lechner Buam vor ca. 3 Wochen eine kurzfristige Einladung zu Fernsehaufnahmen für die Sendung Lustige Musikanten on Tour mit dem beliebten Moderatorenpaar Marianne und Michael Hartl. Erstmal erwähnenswert aufgrund der Tatsache, dass diese Sendung sich in den vergangenen Jahren, dem allgemein vorherrschenden Trend folgend, auch nicht gerade mit Ruhm bekleckerte, was die Einladung und Sendung von Gruppen betraf, die Oberkrainer-Musik zum Besten geben. Zum zweiten ist es doch erstaunlich, dass eine Truppe wie die Lechner Buam nicht nur einen Titel zum Vortrag bringen dürfen, sondern auch noch einen ohne Gesang! Ein reiner Instrumentaltitel? Man höre und staune nicht schlecht! Und es heißt, dass Michael höchstpersönlich diese "unsere" Polka herausgesucht und darauf bestanden hat, dass genau die und keine andere gespielt wird. Da bricht die ureigene steirische Abstammung und auch die offensichtliche Liebe zur Oberkrainermusik voll durch. Dem Michael sei Dank ! ;-)

Ort des Aufzeichnungsgeschehens war das Benediktinerstift Göttweig in Niederösterreich, der Heimat der Lechner Buam. Siegi Binder, der uns die Information voller Stolz und berechtigter Freude zukommen ließ, schwärmte von der tollen Kulisse. Auch ist es natürlich ein Vorteil, dass, wie es scheint, die Lechner Buam mit diesem Instrumentaltitel die einzigen Vertreter dieser Musikrichtung in dieser Sendung sind. Alles andere wird in irgendeiner Form dem Thema Schlager oder zumindest volkstümlicher Schlager zuzuordnen sein. Damit wird sich diese Darbietung wohltuend vom übrigen Programm abheben. Impressionen über diesen historischen Ort finden sie unter anderem unter folgendem Link: http://www.stiftgoettweig.or.at/. Der Sendetermin ist wohl auf den 07. Oktober, voraussichtlich ab 20.00 Uhr im ZDF festgelegt.

Vielleicht trägt ja die Ausstrahlung des Titels "www.krainer-music.com" einmal mehr etwas dazu bei, dass sich noch ein paar interessierte Leser und Liebhaber der Oberkrainer-Musik mehr auf unseren Seiten tummeln und diese Musik sich ein kleines bisschen wieder in die Herzen der Fernsehzuschauer hineinspielt und in Erinnerung bringt. Wir jedenfalls freuen uns mit den Lechner Buam über diesen Erfolg und dass gerade dieser unser Titel als Instrumentalpolka von den verantwortlichen Machern der Sendung auserkoren wurde. Freuen Sie sich mit uns auf die Ausstrahlung und vielleicht über ein paar neue KrainerFreunde mehr in unserer Runde.
In diesem Sinne

Ihre krainer-music.com

 

 

- 09.09.04 -

Oberkrainer-Tour mit den Schilchern durch die Schweiz!

Schon am morgigen Freitag, 10. September 2004, beginnt eine Oberkrainer-Tour durch die Schweiz mit den Schilchern. Premierenort ist das Casino Bremgarten. Der Veranstalter Swiss Road meldet, dass eine Reihe von Auftritten geplant ist, bei denen die Schilcher konzertmässig, so wie einst die Original-Formation um Slavko Avsenik, zu hören sein wird. Der Eintrittspreis für dieses Oberkrainer-Konzert beträgt CHF 15,-, Saalöffnung ist bereits um 19.30 Uhr.

Die weiteren Termine sind lt. Veranstalter:

Nachlesen können Sie die ganzen Termine auch nochmals selbst auf der eigens dafür eingerichteten Webseite http://www.krainer-tour.gnx.at/. Wir wünschen dem Veranstalter und der ausführenden Gruppe, den Schilchern, gute Erfolge und volle Häuser auf ihrer Schweiz-Tour. Und allen Fans der Schilcher und eben allen Oberkrainer-Fans, vorallem den schweizerischen (und da soll´s ja einige geben!), die wieder einmal eine Truppe gänzlich in Konzertatmosphäre erleben wollen, einen schönen und kurzweiligen Abend mit ihrer Lieblingsmusik. Und denken Sie bitte nochmals dran: das erste Konzert findet bereits morgen, Freitag im Casino Bremgarten statt. Also, nix wie hin!
Für heute schöne Grüsse an alle Leser von

Krainer-music.com

 

 

- 07.09.04 -


Es ist soweit! Radio Oberkrain geht auf Sendung!

Heute lüften wir das Geheimnis um unser neuestes Projekt! Wir haben in den letzten Wochen und Monaten etwas gänzlich Neues geschaffen, was es unseres Wissens nach so noch nicht gab und gibt. Wir stellen das erste Internetradio für Oberkrainermusik ins weltweite Datennetz. Hierzu haben wir einen Anbieter gefunden, der den von uns gesendeten Stream im P2P-(Peer-to-Peer)Verfahren an die Hörer verteilt.
Hierzu eine kurze Erklärung: wir senden über den Anbieter flatcast einen Radio-Stereostream mit ca. 60kbps. Dieser wird von wenigen Hörern als erstes empfangen. Diese lauschen dem Programm, gleichzeitig geben sie aber diesen Stream an andere Hörer weiter. Der Vorteil dabei ist, dass die Hörerzahl theoretisch unbegrenzt ist, da das Ganze wie eine Kette funktioniert. Bei einem Stream, der direkt ins Netz gestellt wird, können -selbst bei einer schnellen DSL-Verbindung- höchstens 4-5 Hörer gleichzeitig bedient werden. Und bei einem fest angemieteten Streamserver, der beispielsweise ca. 100 Hörer parallel bedienen kann, sind so ca. 2000-3000 US-Dollar im Monat fällig. Das würde sich selbst bei bestem Willen nicht tragen.

Aber wir probieren es jetzt einfach mal so! Mal sehen, wie das Angebot bei unseren Lesern und potentiellen Hörern ankommt und genutzt wird. Geplant sind feste Sendetermine pro Woche, bevorzugt abends. Möglich wäre zwischendurch auch einmal ein Frühschoppen. Das Ganze ist erst einmal ein Projekt, ob es funktioniert und Bestand haben wird, wird sich zeigen. Das hängt davon ab, wie das webradio genutzt wird.
So, und nun zu Ihnen, liebe Leser! Was müssen Sie nun tun, um diesen Radiostream von Radio Oberkrain zu empfangen? Als erstes sollten Sie über eine Soundkarte verfügen, vorzugsweise eine separat eingebaute PCI-Karte. Es funktioniert aber mit einer Sound-on-Board-Karte auch, zumindest haben wir es vorher ausgetestet. Dann, ganz wichtig: entweder Kopfhörer (Headset), ein Lautsprechersystem (entweder Stereo oder Surroundsystem) oder eine Audioverbindung von der Soundkarte zu Ihrer Stereoanlage (Amplifier oder Vorverstärker-Line In). So, damit wären die audiotechnischen Dinge auch schon geklärt.
Und wie kommen Sie nun an den Stream? Auch relativ einfach! Sie surfen durch einen Klick auf den Button rechts oben oder heute in diesem Artikel durch Klick auf diesen Link zu unserer neuen Radioseite von Radio Oberkrain. Dort erscheint unter der Titelleiste ein Fenster, in diesem ist in der Mitte auf weißem Grund ein Logo, ähnlich einem Puzzleteil. Dieses fordert auf, durch Klick ein kleines Softwareprogramm herunterzuladen. Sie können dieses Teil bedenkenlos downloaden. Es ist der Video- bzw. Audioplayer von flatcast, den Sie benötigen, um die Sendung zu empfangen. Das kleine Tool ist ca. 670kB groß und virenfrei, ebenso ist es bei Bedarf rückstandslos auch wieder zu entfernen. Sobald Sie diesen Player auf dem Rechner haben, müssen Sie ihn installieren. Er liegt später im Verzeichnis C:windows/Downloaded Program Files. Eine andere Möglichkeit, an den Viewer zu kommen, ist, direkt auf die Seite von flatcast.de zu surfen und dort in der Programmzeitschrift eine Sendung (vorzugsweise die von Radio Oberkrain) anzuklicken. So, das war´s im Wesentlichen auch schon.

Ein paar Dinge noch vorab: die erste Sendung ist geplant für morgen, Mittwoch, 08. September 2004, Beginn: 21.00 Uhr. Die etwas spätere Anfangszeit soll all jenen entgegenkommen, die noch nicht so früh am Rechner sitzen können. Gesendet wird voraussichtlich so ca. 2 Stunden, also bis 23.00h. Es sind in der Zukunft auch Sendungen als Wunschkonzert geplant, d.h. Sie, unsere Hörer senden uns eine email unter der Wunschkonzertadresse von Radio Oberkrain oder Sie geben Ihren Wunsch direkt in die Shoutbox ein, die sich rechts neben dem Radiofenster befindet. Entweder wir versuchen, den Wunsch dann noch in der laufenden Sendung zu erfüllen, oder wir bereiten den gewünschten Titel für´s nächste Mal vor. Verständlicherweise werden einige Musikwünsche unerfüllt bleiben müssen, da wir längst nicht alle Tonträger der Oberkrainer-Szene zur Verfügung haben. Aber das wird sich hoffentlich von Mal zu Mal verbessern. Noch ein Highlight wird es geben: gleichzeitig zum Radiostream wird immer wieder ein Live-Chat angeboten werden. Wir hoffen dabei einfach mal darauf, dass sich diese Geschichte nicht verselbständigt und keine bösen Dinge damit passieren. Wir sehen dies als verantwortungsvolle Selbstverpflichtung unserer Leser, damit fair umzugehen. Wenn es funktioniert, kann es eine tolle Geschichte sein, sich neben flotter Musik auf eine nette Art mit Gleichgesinnten und Musikfans, ab und an vielleicht auch mit "Stars" zu unterhalten. Wir probieren das einfach mal, denn wir zählen auf SIE, liebe Leser und Hörer. Sie können sich bei flatcast registrieren, sich mit Ihrem tatsächlichen Namen oder einem "Nickname" (engl. für: Spitzname) anmelden und sind dann über diesen zu identifizieren, d.h. anzusprechen. Wir lassen den Chat jedoch zur Probe allgemein zugänglich geöffnet, d.h., Sie bekommen bei der Aufschaltung auf den Stream eine ID in Form eines Gastzugangs zugeteilt (z.B. Gast30154867). Dann ist es im Allgemeinen üblich, sich mit den letzten drei Ziffern gegenseitig zu begrüssen oder anzusprechen, also in diesem Fall: "Hallo Gast 867, schönen guten Abend und viel Spass!". Einfach, nicht? Sollte es wider Erwarten beim ersten Mal Probleme geben, werden wir entsprechend den aufgetretenen Schwierigkeiten evtl. ein Troubleshooting (Problembehandlung) auf unseren Seiten einstellen. Aber wir vertrauen auf Sie!

So, nun kann es also losgehen mit unserem Internetradio. Mit flotten Klängen aus Oberkrain, Österreich, Deutschland, ja dem gesamten Alpenraum. Wir werden uns bemühen, ein hörenswertes Programm zusammenzustellen. Sie werden bei uns die ältesten Titel von Slavko Avsenik genauso hören können wie die neuesten, erst kürzlich erschienenen Produktionen. Und einen Querschnitt aus über 50 Jahren Oberkrainer-Musik. Es wird sicherlich einige von Ihnen geben, die große Tonträgersammlungen ihr eigen nennen können, aber dennoch wird es bestimmt für den einen oder anderen interessant sein, bei Radio Oberkrain hereinzuhören. Und noch was: das webradio öffnet sich in einem separaten Fenster, so dass Sie parallel zum Musikhören auch noch auf anderen Seiten weitersurfen können. Bedenken Sie bitte jedoch, dass es durch den Download anderer Webinhalte oder das parallele Ausführen von Anwendungen und Programmen auf Ihrem Rechner zu Aussetzern beim Musikprogramm kommen kann. Das nur der Vollständigkeit halber.

So, und nun freuen wir uns (hoffentlich mit Ihnen) auf unsere erste Sendung unter dem Motto: Radio Oberkrain - a flotte Musi aus dem Alpenland. Wir sehen, ähh, hören uns am morgigen Mittwoch, so gegen 21.00 Uhr. Bis dann!

Ihre krainer-music.com und Radio Oberkrain, das neue webradio von www.krainer-music.com

 

 

- 05.09.04 -

NUR NOCH 2 TAGE!

Dann ist´s soweit! Wir starten mit einem ganz neuen und ehrgeizigen Projekt innerhalb von www.krainer-music.com, wie wir meinen.
Ein paar wenige Dinge wollen wir Ihnen vorab verraten: es geht -wie könnte es anders sein- in erster Linie um Oberkrainermusik! Zweitens werden Sie am kommenden Dienstag in Einzelheiten erfahren, was Sie am Mittwochabend erwarten wird. Und drittens: Sie sollten sich für uns an genau diesem Mittwochabend vielleicht so ca. zwei Stunden Zeit nehmen. Ja, und vielleicht noch was. Vielleicht eines der wichtigsten Dinge überhaupt: sollten Sie an Ihrem Computer etwa keine Lautsprecher haben? Auch keinen Anschluss zur Stereoanlage? Vielleicht können Sie das ja bis Dienstag noch erledigen!

So! Mehr sei aber nun an dieser Stelle nicht verraten! Das, was Sie nun wissen, wird ausreichen bis Dienstag. Und dann lüften wir das Geheimnis um unser neues Projekt! Also, bis übermorgen! Und nicht vergessen: dienstags lesen, was Sie am Mittwoch erwartet und Zeit einplanen für Mittwochabend!

Ihre krainer-music.com

 

 

- 04.09.04 -

1. Oberkrainer-Seminar! Eine Nachlese...

Schon ganze 4 Wochen sind ins Land gezogen, bis wir uns heute nochmals etwas näher mit diesem Thema befassen. Also: das erste Oberkrainer-Seminar ging im Rahmen der Bischofshofener Musiktage über die Bühne. Und es war sicherlich nicht nur ein Versuch, sondern mithin ein gelungener Anfang in eine Richtung, die es wert ist, eindringlich auch in Zukunft verfolgt und nach Kräften unterstützt zu werden.
Kurz zur Idee: geboren wurde das Ganze aus einem Gespräch zwischen Martin Lechner, Instrumentenbaumeister und Vorstandsmitglied des Tourismusverbandes Bischofshofen und damit in der Funktion als Haupt- und Mitorganisator der Bischofshofener Musiktage und auf der anderen Seite Sepp Mattlschweiger, in der Szene als "Baritonkönig" ehrfürchtig genannter Instrumentalist, langjähriger Bassist beim "Salzburg Quintett" und bei den "Mooskirchnern" und eben jetzt unterwegs mit seinem eigenen Ensemble, dem "Quintett Juchee". Also, was Oberkrainer-Musik betrifft, sicherlich ein "alter Hase". Martin Lechner bat Sepp, sich doch einmal Gedanken zu machen, ob man im Rahmen der Musiktage nicht auch etwas für die Freunde und Musikkollegen des volkstümlichen, sprich: in diesem Fall konkret "Oberkrainer-Genres", anbieten könnte. Somit war der Weg geebnet für dieses nun erstmals stattgefundene "Oberkrainer-Seminar". Wobei man vorab sagen darf: wer sich unter diesem "Seminar" eine schulmeisterlich abgehaltene und nach strikten Regeln ablaufende Veranstaltung oder Vorlesung vorstellen mochte, wie sie einem an Volkshochschulen, Universitäten und sonstigen Weiterbildungsstätten jeglicher Art serviert wird, der befand sich gänzlich auf dem Holzwege. Sepp Mattlschweiger hatte es von Anfang an geschafft, dem Ganzen einen kollegialen, ja freundschaftlichen Rahmen zu geben. Es war ein Erfahrungsaustausch, kein oberlehrergleiches Herunterbeten auswendig gelernter oder angelesener "Oberkrainer-Weisheiten". Ein "Fachsimpeln" unter Kollegen, ein Sich-Austauschen über verschiedene Ansichten, Meinungen, Stilistiken, Auffälligkeiten und Besonderheiten dieser und jener Spielart der Oberkrainer-Musik.

Quintett Juchee
 
"Gebläse"   Die Rhythmustruppe


Sepp Mattlschweiger begann das Seminar mit einem Rückblick über die Entstehungsgeschichte, über Strömungen und Entwicklungen bis in heutige Tage, untermauert an Fallbeispielen alter und aktueller Tonaufzeichnungen und Videodokumente. Sicherlich war hier das eine oder andere dabei, was selbst eingefleischte Fans noch in Staunen und ungläubiges Kopfschütteln versetzen könnte. Live-Mitschnitte aus längst vergangenen Tagen in Bild und Ton gaben einen ungefähren Einblick darüber, wie Oberkrainer-Musik in den frühen 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geklungen hat, egal ob von Schallplatte oder über den Äther gesendet. Heute kaum mehr vorstellbar, damals sicherlich eine Sensation und ein Meilenstein in der Musikwelt! Im übrigen heute noch hörens- und bestaunenswert: die damaligen Auftritte der Orig. Oberkrainer im Schwarzweiß-Fernsehen. Man bedenke, dass damals noch Ton für Ton vor Publikum live gespielt wurde! Und bei Aufnahmen für eine LP waren simultane Mehrspuraufnahme, Punch-In und -Out und andere technische Raffinessen zur Kompensation von Spielfehlern und -schwächen zwar sicherlich wünschenswert, aber eben nur Fremdworte. Nein, nicht einmal das! Sie waren noch gar nicht erfunden! Heute wird eine unsauber gespielte Stelle unter Umständen mehrmals nacheinander überspielt, bis sie der Gnade des Tontechnikers genügt. Damals, das waren nicht nur Pioniere, das waren noch echte Könner auf ihren Instrumenten!

Nun aber weiter im Text. Nicht nur Sepp Mattlschweiger hatte sich die Mühe gemacht, sich gebührend auf die Veranstaltung vorzubereiten, sondern auch seine Kollegen vom "Quintett Juchee" waren allesamt angereist, um dem Ganzen den richtigen "Schliff" zu verleihen. Anhand zweier sich doch bedeutend voneinander unterscheidenden Stilistiken (einmal die der Orig. Oberkrainer und dann im Gegensatz dazu die des Alpski Kvintets) führten die fünf Musikkollegen an zwei Stücken sehr deutlich und anschaulich vor, was kurz davor theoretisch in der Runde erarbeitet und diskutiert wurde. Die Polka "Auf der Autobahn" wurde interpretiert im Kontrast zum "Trachtenfest" der Alpenoberkrainer. Beide Stücke sicherlich typische Vertreter der jeweiligen Richtung in der Oberkrainer-Musik. Stilunterschiede wie vorallem der ureigene slowenische Begleitschlag auf den "Und-Zählzeiten" auf der Gitarre gegenüber dem "drivenden" Hinüberziehen eines Joze Antonic, der dadurch sicherlich die heute als gemeinhin "österreichisch" bekannte Spielart mit begründete. Beides übrigens perfekt veranschaulicht durch den Juchee-Giarristen Bertl Pointinger, der im übrigen zu jeder Zeit einen Schmäh und ein herzhaftes Lachen übrig hat und somit immer für eine stets lockere Atmosphäre sorgte. Ebenso gekonnt am Akkordeon Sandi Jug, dem man deutlich anmerkte und auch abnehmen konnte, dass er sich schon geraume Zeit mit dem Thema der unterschiedlichen Begleitstile befasst hatte und ganz genau wußte, von was er redet bzw. spielt. Und das eben das "Tschättern", wie die Oberkrainer-Begleitung am Akkordeon auch genannt wird, eines Slavko Avsenik trotz der gleichen Rhythmik doch erheblich von dem eines Joze Burnik unterscheidet. Unbestritten trugen auch die beiden Melodiebläser dazu bei, die unterschiedlichen Schattierungen, die eben auch einen nicht zu unterschätzenden Teil der Melodik betreffen, zu veranschaulichen. Und last-but not least- Sepp Mattlschweiger selbst, der neben seinem differenzierten Spiel auf dem Bariton wohlvorbereitet die jeweilige Session moderierte. Anschliessend war Gelegenheit, sich mit dem Vertreter "seines" Instruments in eine störungsfreie Zone zurückzuziehen, um dort gemeinsam und eben auch am und mit dem eigenen Instrument das Gehörte selbst zu interpretieren oder verschiedene "Kniffe" auszuprobieren. Krönung des zweiten Seminartages war dann das gemeinsame Musizieren sowohl untereinander mit den Seminarteilnehmern als auch mit den "Juchee"-Musikern. Da kam einiges an Klängen und Sound hervor, was man sich so gar nicht unbedingt vorgestellt hatte. Es untermauerte aber anschaulich, dass das Seminar und so, wie es gestaltet wurde, sicherlich ein Weg in die richtige Richtung war und ein Angebot, das es in dieser Form auch nicht das letzte Mal gegeben haben wird.

So wird ein Bariton ausgebeult...
 
Vom Blechstreifen...   ...zum fertig polierten Rohr


Nach getaner Arbeit ließ es sich in fröhlicher Runde beim gemeinsamen Essen und danach beim gemütlichen Zusammensitzen interessant weiterdiskutieren. Man hatte endlich einmal Zeit und Gelegenheit, sich ausgiebig mit Musikantenkollegen auf Du und Du zu unterhalten, was sicherlich bei einem der unzähligen Auftritte nicht unbedingt immer möglich ist. Schliesslich wollen da alle was von den Musikern. Und es kam auch manches gute und interessante Gespräch zustande abseits von Oberkrainer-Musik und Business. Dies alles, gepaart mit den abendlichen Programmangeboten unter freiem Himmel im Herzen Bischofshofens und auch das Rahmenprogramm wie der Besuch der Instrumentenwerkstätte von Martin Lechner jun. trugen dazu bei, dass die Teilnehmer am Ende des Seminars doch wohl einiges an überaus positiven Eindrücken mit nach Hause nehmen konnten. Wie schon erwähnt: es war keine der gängigen Schulungsveranstaltungen, wie mancher sie sich ausmalen könnte beim bloßen Hören des Begriffs "Seminar". Es war ein freundschaftliches und kollegiales Treffen mit Erfahrungsaustausch unter Musikanten, harmonisch und gut gelungen dank einer fundierten Vorbereitung und viel frischem Elan. Man spürte es die ganze Zeit über: sowohl dem Seminarleiter als auch allen Mitwirkenden machte es einfach Spaß! Und bei allen machte sich das Gefühl breit: "Das war mal was richtig Gutes!" Nicht mehr und nicht weniger wollte dieses erste Oberkrainer-Seminar und damit Sepp Mattlschweiger und Martin Lechner bezwecken! Es sollte Futter für die Seele und das Herz des Oberkrainer-Musikanten sein! Und das war es beileibe!

Für all diejenigen, die sich über den vielleicht "unglücklich" gewählten Termin mitten in der Urlaubszeit Gedanken gemacht haben, sei hiermit noch erwähnt: erstens sollte das Seminar ja im Rahmen dieser Bischofshofener Musiktage und der in deren Rahmen parallel stattfindenden anderen Musik-Workshops (für klassiches Fach) als Kontrastprogramm für die Musiker der Oberkrainer-Richtung angeboten werden. Und die Musiktage fanden eben nun mal gerade in diesem Zeitraum statt. Und zweitens: jedem, der es aus diesem oder einem anderen Grund nicht geschafft hat, dieses Mal mit dabei zu sein, sei schon fest versprochen: das war zwar das erste, aber noch nicht das letzte Seminar dieser Art. Und es ist durchaus vorstellbar, dass es so ein Angebot auch ganz eigenständig und gänzlich entkoppelt von anderen Veranstaltungen geben könnte.
Ein großer Dank geht an dieser Stelle noch einmal speziell an Sepp Mattlschweiger, seinen Kollegen und Martin Lechner, die mit der Realisierung dieser gemeinsamen Idee sich ein Stückchen mehr um die Oberkrainer-Musik verdient gemacht und ein weiteres Mal unterstrichen haben, dass sich unsere Musik im Aufwind befindet, dass es sehr wohl Nachwuchs für diese Musikrichtung geben kann und dass sie auch nicht aussterben wird, wenn man ihr die Pflege angedeihen läßt, die sie verdient.

"Klasse" Sepp Mattlschweiger


Wenn Sie jetzt beim Lesen dieser Zeilen Lust bekommen haben, auch mal mitzumachen, dann verfolgen Sie auch in Zukunft aufmerksam unsere Seiten. Denn wir werden sicherlich hier als erste davon berichten, wenn ein neuer Termin für ein weiteres Oberkrainer-Seminar anberaumt ist. Und dann nichts wie hin, Anmeldung raus und diebisch auf den Beginn freuen können! Das wünscht Ihnen schon heute

Ihre krainer-music.com

 

 

- 19.08.04 -

Tyrolis-Produktinfo über die Hattinger Buam!

Wie schon in der Vergangenheit wiederholt geschehen, ließ uns Erwin Kern von der Fa. TYROLIS einen kurzen Infofolder über eine Neuerscheinung zukommen. Dieses Mal betrifft die Vorstellung die neueste CD der Hattinger Buam. Wir haben Ihnen das Blatt als .pdf-Datei abgelegt, die Sie mit einem Klick auf den untenstehenden Link aufrufen können.

Wie immer dazu der Hinweis: die Meinung des Verfassers spiegelt nicht unbedingt unsere Ansicht wider. Das Produkt liegt uns nicht vor, weswegen wir auch keine detaillierte Vorstellung hier auf unseren Seiten einstellen.

Und hier geht´s zum .pdf-Dokument!

Viele Grüsse von krainer-music.com

 

 

- 16.08.04 -

Mooskirchner und Terzett Avsenik bringen Doppelalbum heraus!

Mooskirchner und Terzett Avsenik
Mooskirchner mit Terzett Avsenik
Nach eingehendem Hin- und Anhören stellen wir heute die "Neue" der Mooskirchner vor. Wieder legt die Gruppe eine Doppel-CD vor, die in zwei Themenbereiche unterteilt ist. Zum einen die erste Scheibe, die ausschliesslich den ausgesuchten Weisen von Slavko Avsenik gewidmet ist und im Gegenspiel dazu die zweite, die hauseigene Mooskirchner-Klassiker sowie Kompositionen von Alfi Nipic vereint. Und das sicherlich größte Novum sowohl für die Mooskirchner selbst als auch für deren Fans ist die Tatsache, dass hierbei ein Stückchen Original Oberkrainer Avsenik mitgewirkt und das Sahnehäubchen geliefert hat, was den Gesang betrifft. Und das hört man! Und wie! Denn kein geringeres als das Gesangsterzett Avsenik mit Alfi Nipic, Jozica Sirca-Svete und Jozi Kalisnik wurde eigens quasi "reanimiert" und wieder zu neuem Leben erweckt, um hier die produzierten Titel einzuspielen und einzusingen, damit das Ganze irgendwie echt nach Avsenik klingt. Unseres Wissens nach, das sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, waren wohl schon erste Titel in der vorherigen Besetzung mit Christian Strommer an der Trompete und Toni Kurej am Bariton eingespielt worden, jedoch wurden nach dem Wechsel im Januar 2004 sämtliche Stücke nochmals von den beiden "Neuen" Charly (Trompete) und Alen (Bariton) neu aufgenommen.

Alfi Nipic kam damals zu den Orig. Oberkrainern, als Franc Koren seine Karriere aufgab. Im Jahre 1974 folgte dann Jozica Sirca-Svete und die beiden sangen bis 1982 noch neben Ema Prodnik-Rudan, die dann das Ensemble verließ. Für sie kam letztlich Jozi Kalisnik ins Ensemble und von da an sang das Avsenik-Terzett so, wie es sich just für diese Mooskirchner-Produktion noch einmal zusammenfand, bis zum endgültigen Ende der Orig. Oberkrainer Avsenik.

Nun denn zu den Titeln der ersten CD: vorzustellen braucht man eigentlich keinen einzigen, da sie allesamt jedem Oberkrainer-Freund bestens bekannt sein dürften. Sicherlich ein gelungener Querschnitt durch all die Schaffensjahre und die Zeit des musikalischen Wirkens, wenn Es ist so schön, ein Musikant zu sein und der Walzer Am Kamin (übrigens ursprünglich beide aus derselben Original-LP mit gleichnamigem Titel stammend) neben älteren Perlen wie der Faschings-Polka, dem Lustigen Nachbarn, der Weinfest-Polka, dem Titel Berge der Heimat (im Original auch: Ihr Berge der Heimat) und dem sicherlich wieder gerne gehörten Im Wirtshaus an der Drau erklingen. Den Klassiker Slovenija (Slowenien, mein Heimatland) kann man als Gruppe sicherlich dann am besten gesanglich interpretieren, wenn man auf den Original-Gesang zurückgreifen kann. Überhaupt lebt diese Produktion natürlich in erster Linie vom Gesang des Avsenik-Terzetts, für welches es kein außerordentliches Problem darstellt, auch noch nach Jahren der getrennten musikalischen Wege in schöner Eintracht den voluminösen Gesang der früheren Jahre nachzustellen. Solche Titel wie Unter blühenden Kastanien, Drei mal drei ist neune, Ich denke oft an schöne Zeiten und Abschied und auf Wiederseh´n sind dafür sicherlich geeignet und prädestiniert, den Dreigesang klanglich in den Vordergrund zu setzen.

Auf der zweiten CD sind, wie schon erwähnt, Mooskirchner-Klassiker neben neuen Titeln, die Alfi Nipic diesmal auch als Komponist beisteuerte. Helmut Freydls Eine Polka voller Schwung ist sicherlich Thema genug, den Zwillingsbruder der Avsenik-Scheibe zu beschreiben. Die Trubel-Polka und die Polka Lustige Musikanten kommen moosi-like schwungvoll daher. Auch eine Neuauflage solcher Stücke kann seinen Reiz haben. Man denke auch an den Walzer Sieben rote Rosen, damals noch interpretiert vom Mooskirchner Quintett und gesungen vom damaligen Gitarristen David Lampl, der heute bei Wolfgang Lindner und seinen Stadlmusikanten beheimatet ist, oder den letzten Titel auf dieser CD, den Walzer Liebe ist wunderbar oder auch das Walzerlied Ich frag warum, allesamt aus der Feder des Akkordeonisten und langjährigen Chefs der Gruppe, Helmut Freydl, stammend. Und nun noch zu den Titeln , die Alfi Nipic zu dieser gelungenen Produktion beisteuerte. Ohne dich, ein langsamer, lyrischer Walzer besteht neben einer flotten Aufforderung Spiel auf deiner Harmonika, der Helmut sicherlich gerne nachkommt. Der Titel Ich bleib Musikant kann auf eine ganz besondere Weise gefallen mit einem sehr eingängigen Refrain und einem Mittelteil, der bereits beim ersten Anhören zum Mitsingen animiert. Echt gut! So ähnlich geht´s einem auch mit dem Gruss aus Oberkrain, dessen Text das aussagt, was wir oben schon mal erwähnt haben: "Alfi und Terzett macht den Sound komplett!". Last but not least die beiden Walzer Hey Madame und Wenn die Kornblumen blühen, die sicherlich auch mit darstellen, dass Alfi Nipic durchaus in der Lage wäre, den Avsenik´schen Gedanken kompositorisch weiterzuführen und an Erfolge vergangener Tage anzuknüpfen. In seinen Adern fließt slowenisches, sprich: Krainer-Blut. Das merkt man eben...

Was ist also das Fazit nach Stunden eingehender Höranalysen: die Scheiben sind so nahe dran am gesanglichen Avsenik-Sound der 80er Jahre dank dem Gesangsterzett, das in logischer Konsequenz dieses Quäntchen "Original-Sound" beisteuern kann, und doch musikalisch so weit distanziert wie eben nötig, dass man es als Mooskirchner-Produktion wiedererkennt. Diese Mischung ist sicherlich sowohl für eingefleischte Avsenik-Fans wie für alle Freunde der Mooskirchner reizvoll und zeigt in beeindruckender Weise, wie "altbekannte und beliebte" Titel im neuen Soundgewand irgendwie auch gut klingen können. Es wird immer eine Gratwanderung bleiben, eine bereits bestehende Komposition nachzuinterpretieren, da unweigerlich immer der Vergleich mit dem Original gezogen wird. Das mag im einen oder anderen Fall relativ einfach abzuhaken zu sein, bei den Kompositionen und Darbietungen von Slavko Avsenik und seinen Orig. Oberkrainern jedoch ist dies sicherlich mit Ecken und Kanten, mit Schwierigkeiten und Problemen verbunden. Denn wie warben sie schon damals auf ihren Konzerttournee-Plakaten: "Es gibt nur ein Original - Oft kopiert-nie erreicht". Irgendwie ist da heute noch was dran. Aber das war, wie gesagt, zumindest musikalisch auch nicht gewollt. Dazu sind die Mooskirchner zu eigenständig in ihrem Sound und haben schon lange Jahre einen Platz inne unter den besten Interpreten guter Oberkrainer-Musik mit eigenem stilistischem Charakter. Das meint für heute

Ihre krainer-music.com

 

 

- 01.08.04 -

Personalwechsel beim Salzburg Quintett

Toni Möschl
Toni Möschl
Hier noch eine Meldung für all diejenigen, die das Salzburg Quintett schon seit längerem nicht mehr gehört, aber vorallem nicht mehr gesehen haben. Denn das Quintett hat einen Wechsel an der Klarinette vollzogen. Der vorige Mann, Hans-Peter Seitinger, auch unter dem Spitznamen "100.000-Volt-Mann" bekannt, schied auf eigenen Wunsch aus der Gruppe aus. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn wohl dazu. Für ihn kam Toni Möschl, ein laut Ensemble-Chef Gerly Stranger musikalischer Allrounder, der begeistert auf die Anfrage des Salzburg Quintetts reagierte, um hier musikalisch einzusteigen und der für die Gruppe wohl ein echter Trumpf sein könnte.

Seine Begeisterung mitzuspielen ging so weit, dass er, obwohl er seit seiner Kindheit nicht einen einzigen Ton mehr in das gute Stück geblasen hatte, innerhalb von nur drei Monaten und parallel zu seiner Matura-Prüfung das gesamte Programm des Salzburg Quintetts auf der Klarinette einstudierte inclusive einiger neuer Titel. Auch schwärmt Gerly von ihm als einem exzellenten Tontechniker, von dem er überzeugt ist, dass er die Gruppe soundmäßig dorthin bringen kann, wo das Salzburg Quintett sich selbst schon immer haben wollte.

In kurzen Stichpunkten zum musikalischen Werdegang von Toni Möschl:



Wir jedenfalls wünschen dem "Neuen" beim Salzburg Quintett viel Erfolg und alles Gute, und Gerly Stranger und seinen übrigen Kollegen ebenfalls weiterhin viel Freude und Erfolg, wohlwissend, dass ein Personalwechsel immer auch gewisse Schwierigkeiten und Probleme mit sich bringen kann. Und sei es "nur" eine fehlende Akzeptanz des Publikums. Ebenso seinem Vorgänger HaPe Seitinger alle guten Wünsche für die Zukunft, vorallem gute Gesundheit. Und: vielleicht sieht man ihn ja irgendwann einmal wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Seien Sie also gefasst auf den neuen fünften Mann, vielleicht auch auf einen etwas anderen Sound, wenn Sie in Kürze wieder einmal einen Autritt des Salzburg Quintetts besuchen. Auf jeden Fall einen schönen nächsten Besuch bei dieser Gruppe wünscht Ihnen

Ihre krainer-music.com

P.S.: Besten Dank an Gerly Stranger vom Salzburg Quintett für die Bereitstellung der Infos.

 

 

- 18.07.04 -

7. Bischofshofener Musiktage mit Oberkrainerseminar!

7. Bischofshofener Musiktage Vom 30. Juli bis 10. August finden heuer die 7. Bischofshofener Musiktage statt. Die Organisation und Abwicklung des gesamten Events liegt in Händen des Tourismusverbandes Bischofshofen und dies nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass Instrumentenbaumeister Martin Lechner dort Mitglied des Vorstands ist und somit beste Möglichkeiten hat, sich mit seinem ganzen Elan und seinen Möglichkeiten mit einzubringen, um den Gästen ein hochkarätiges Musikprogramm bieten zu können.

Dieses Jahr nun gibt es ein Novum im Rahmen des Workshopangebots. Denn neben eines Workshops für Trompete (Hans Plank; Radio Symphonie Orchester Wien, Konservatorium Wien), Klarinette (Hannes Gleichweit; Radio Symphonie Orchester Wien), Schlagwerk (Josef Gumpinger (Radio Symphonie Orchester Wien, Bruckner UNI Linz, Konservatorium Wien, Supercussion Vienna), Tanzlmusik und Zugposaune (Gernot Pracher; Hoagatsch Musi, Lehrer am Musikum Salzburg, Kapellmeister) und Weisenbläser (Josef Höller; Hoagatsch Musi, Lehrer am Musikum Salzburg wird es für alle Musikkollegen, die sich auf dem Sektor der Oberkrainermusik mit "alten Hasen" austauschen oder das eine und andere "abgucken" möchten, erstmals ein Oberkrainer-Seminar geben, das von Sepp Mattlschweiger und seinen Musikkollegen von Juchee geleitet und durchgeführt werden wird.

Los geht´s am Donnerstag, 05. August gegen 9.00 Uhr und das offizielle Ende ist für Samstag, 07. August, gegen 12.00 Uhr angepeilt. Die Teilnehmerzahl ist verständlicherweise begrenzt! Anmeldung und Information werden über den Tourismusverband Bischofshofen, Salzburger Str. 1, A - 5500 Bischofshofen unter Tel. +43 - (0) 64 62 / 24 71 und Fax +43 - (0) 64 62 / 3605 abgewickelt oder per email unter info@bischofshofen.com. Weitergehende Infos gibt´s auch unter www.bischofshofen.com oder unter www.musik-lechner.com.

Nun: was erwartet die Teilnehmer eben dieses Oberkrainer-Seminars? Das Programm soll nach den Vorstellungen der Veranstalter folgendes beinhalten:

Und? Das wär doch sicherlich etwas für den einen oder anderen, der schon lange einmal auf eine Gelegenheit wartete, sich mit Profis aus diesem Geschäft über dies und jenes ausgiebig unterhalten und austauschen zu können! Also, nichts wie informiert und angemeldet! Wie gesagt: die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Die Pauschale für den Dreitages-Workshop beträgt € 200,-. Sie haben auch die Möglichkeit, sich über uns Infos zukommen zu lassen. Wir senden Ihnen gerne den Folder, der zu diesem Anlass erschienen ist, zu. Einfach kurz eine Email an uns mit dem Betreff: Info Oberkrainerseminar Bischofshofen oder über unser Kontaktformular. Also: auf geht´s und nix wie los! Den Schnellsten unter Ihnen wünschen wir schon jetzt recht viel Spaß, gute Gespräche unter Kollegen und viele Infos beim Krainerseminar.

Apropos: auch das Musikprogramm, weswegen die Musiktage ja überhaupt stattfinden, darf hier nicht unerwähnt bleiben. Auch wenn´s nicht Oberkrainermusik zu tun hat, wird sicherlich der eine oder andere Interesse haben oder Gefallen daran finden ob der hochkarätigen Veranstaltungen.
Unter anderem findet eine Volksmusikabend mit Caroline Koller, Moderatorin beim ORF statt, ebenso ein Jubiläumskonzert "10 Jahre Salonorchester Bischofshofen", am Sonntag, den 08.08.04 ein Feuerwerk der Superlative an Rhythmus und Klang mit "SUPERCUSSION VIENNA" und Trompeter des Radio Symphonie-Orchesters Wien mit einem weiteren Lechner-Sproß als Solist auf der Marimba und am Dienstag, 10.08.2004, die Kaiser-Gala mit dem European Philharmonic Orchestra mit einem außergewöhlichen Programm, das eine hervorragende Darbietung erahnen läßt. Also durchaus sehens- und hörenswert! Aber informieren Sie sich eingehend über die oben angegebenen Quellen oder den Musiktage-Folder. Auf gutes Gelingen freut sich mit dem Veranstalter

Ihre krainer-music.com

 

 

- 04.07.04 -

Infos zur Jubiläumsveranstaltung der Jungen Orig. Oberkrainer!

15 Jahre JOO Das Management der JOO, die Mistel-Musik Verlags-GmbH aus München, hat uns folgende Informationen über die Veranstaltung anläßlich des 15-jährigen Jubiläums der Jungen Orig. Oberkrainer, das am 17. und 18. September in Trzic in Slowenien stattfindet, zukommen lassen:



Eintrittskarten, auch in Verbindung mit einer Hotelbuchung (für Gäste, die selbst anreisen), und auch alle sonstigen Infos gibt´s unter der Telefon-Hotline

Schon heute viel Vergnügen und gute Unterhaltung für alle Gäste, die nach Trzic zu diesem Event anreisen, wünscht

Krainer-music.com

 

 

- 01.07.04 -

Die Schwarzwaldkrainer zum 1. Mal im Fernsehen!
Schwarzwaldkrainer
Wie wir von Stefan Baron, dem Baritonisten und augenscheinlich auch für die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe Verantwortlichen, erfuhren, sehen die "Schwarzwaldkrainer" einem sicherlich nicht alltäglichen Ereignis entgegen. Wenn wir so etwas im Vorfeld mitbekommen, können wir es auch denjenigen Interessierten weitergeben, die nicht nur zufällig vor der Mattscheibe sitzen wollen, um zu hoffen, dass die Fernsehlandschaft wieder um einen Auftritt mehr eines Oberkrainerensembles bereichert wird.

Am Freitag, 09. Juli 2004 um 20.15 h im 3. Programm des Südwestfunks SWR 3 im Rahmen der Sendung "Fröhlicher Alltag" mit Moderator Heinz Siebeneicher werden die fünf Schwarzwälder Gelegenheit haben, sich einem breiteren Fernsehpublikum vorzustellen. Mit Sicherheit ist dieser Sender vielerorts empfangbar, auch wenn es sich, wie gesagt, um ein drittes Programm handelt. Breitbandkabel und Satellit machen´s möglich!

Stefan Baron stellt in Aussicht, dass die Gruppe in dieser Sendung sogar mit zwei Titeln vertreten sein könnte. Wir jedenfalls werden uns bemühen, die Sendung verfolgen zu können und wünschen den fünf Musikanten viel Erfolg für ihre Fernsehpremiere und all ihren Fans und Gönnern viel Spass mit ihren Lieblingen.

Grüsse von krainer-music.com

 

 

- 24.06.04 -

Die Firma TYROLIS stellt Neuheiten bei uns vor!

Die Firma TYROLIS, ein langjähriger Partner für Musikanten, speziell aus dem volkstümlichen Bereich, möchte darauf hinweisen, dass sich gerade in der jüngsten Vergangenheit auch dort wieder etwas in Sachen Neuerscheinungen auf dem Sektor Oberkrainermusik getan hat. Erwin Kern, seines Zeichens Mitarbeiter von TYROLIS und für die Betreuung der Interpreten zuständig, hat uns ein Booklet übermittelt, in dem drei neue (bzw. fast neue) Produktionen kurz vorgestellt werden. Kern selbst ist übrigens ein Sproß der musikalischen Kern-Familie, nach deren Mitglieder auch die berühmten "KERN-BUAM" benannt sind.

JOO-Oberkrainerzeit Wir möchten Ihnen die Vorstellung als pdf-Dokument zum Download zur Verfügung stellen. Sie können dort nachlesen über drei Gruppen und deren neuesten Produktionen. So die Scheibe "Oberkrainerzeit" von den Jungen Orig. Oberkrainern, die ja allerdings schon ein paar Monate auf dem Markt und eine Jubiläumsausgabe zum 15jährigen Bestehen der Gruppe ist. Die DVD/VHS-Cassette, ebenfalls zum Jubiläum erschienen, ist unter dem Titel "Junger Schwung aus Oberkrain" zwischenzeitlich ebenfalls erhältlich.

Igor u.s. Oberkrainer-Das Lied uns´rer Welt Von Igor und seinen Oberkrainern heißt der aktuellste Silberling "Das Lied uns´rer Welt". Und last, but not least, die neueste von den Kaiserwälder Musketieren, die den Titel "Liaba g´sund und auf Zack" trägt. Lesen Sie die Kurzkommentare der Fa. TYROLIS am besten selbst gleich nach unter NEUERSCHEINUNGEN bei TYROLIS.

Sollten uns die Produktionen in nächster Zeit vorliegen, werden wir an anderer Stelle gesondert darüber berichten bzw. diese näher vorstellen. Vorab jedoch sei so allen Fans der genannten Ensembles und deren Interesse an neuen Einspielungen ihrer Lieblingsensembles genüge getan.

Kaiserwälder Musketiere Besten Dank auch an dieser Stelle nochmals an Herrn Kern für die Meldung und Ihnen viel Spass beim Nachlesen, eventuellen Kauf und Anhören. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft einen "guten Draht" zur Tonträgerindustrie unterhalten können, um Ihnen auch in diesem Bereich immer das Aktuellste weiterreichen zu können.

*Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Ausführungen der Fa. TYROLIS nicht unbedingt die Meinung von krainer-music.com darstellen bzw. wiedergeben.

Ihre krainer-music.com

 

 

- 13.06.04 -

Oberkrainer Power und Mürztaler beim letzten Musikantenstadl!

Spät, aber dennoch, schieben wir noch eine kleine Retro nach über diesen Stadl, bei dem zwei Gruppen unserer Meinung nach wieder herausragten und vorallem ja die von uns allen geliebte Musikrichtung ehrenhaft vertraten.

Die fünf Jungs von "Oberkrainer Power" gaben einen sehr respektablen Einstand mit ihrer flotten Polka, deren Name sich allerdings unserer Kenntnis hartnäckig entzieht. Soweit es sich ermitteln ließ, war Karl Moik nicht in der Lage, diese für alle verständlich anzukündigen oder er hat´s schlichtweg überseh´n. Auf jeden Fall ist das Spiel der jungen Truppe jederzeit mit dem manch alter Hasen zu messen; ja nicht nur das: sicherlich wäre der einen oder anderen Truppe, die schon weit länger unterwegs ist, sehr daran gelegen, solch einen Sound produzieren zu können und mit einer solch exakt aufeinander abgestimmten Rhythmusgruppe aufzuwarten, wie es bei Oberkrainer Power der Fall ist. Sie sind schon unterwegs wie "alte Hasen", obwohl der Älteste gerade mal 21 Jahre jung ist, vom Jüngsten mit seinen jugendlichen dreizehn gar nicht zu reden. Wir meinen: der Name ist hier Programm! Eine junge Truppe, die wirklich Power unter´m Hintern hat und die es versteht, sie rüberzubringen. By the way: das vorgetragene Stück stammt aus dem neuen, erst seit kurzem auf dem Markt befindlichen Debütalbum namens "Besuch bei Avsenik" mit zwölf Eigenkompositionen, das uns aber leider (noch) nicht vorliegt.

Die zweiten Vertreter der Oberkrainer-Musik in dieser Sendung waren die "Mürztaler", die mit einem fulminant gespielten Medley bekannter italienischer Schlagermelodien aufwarteten. Diese Zusammenstellung konnte wirklich begeistern, da die einzelnen Titel erstens bekannte Melodien sind, die jeder gleich wiedererkannte und zweitens war die Auswahl derart gehörfällig, dass die arrangierten Bläsereinwürfe hervorragend ins Gesamtkonzept passten. So, wie die Mürztaler dieses Medley zusammengestellt hatten, kann man durchaus die Ansicht vertreten, dass auch Titel anderer Musikrichtungen sich in den Oberkrainer-Sound transformieren lassen. Aber eben nicht grundsätzlich jedes und alles. Die Oberkrainer-Musik lebt in der Hauptsache von einfachen Melodieverläufen und klar strukturierter Akkordierung. Wenn sich in einer anderen Gattung ein Stück findet als Pendant, welches diese Kriterien im Großen und Ganzen erfüllt, ist es folgerichtig auch möglich, dies in Oberkrainer-Besetzung zu interpretieren und zwar, ohne dass Rhythmus und Fluß sowohl des Stücks als auch der Oberkrainer-Präsentation verloren gehen. So gesehen wirklich ein Highlight, was die Mürztaler da hervorzauberten. "Va bene" war in diesem Falle ebenfalls Programm, was dieses Medley angeht, denn es lief wirklich gut! "Capri-Fischer", "Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein", "Baccarole in der Nacht", "Tipi-tipi-tipso beim Calypso" und auch die altbekannten "Capri-Fischer" gewannen deutlich durch die wohldosierten Einwürfe der Bläser in Krainer-Manier, das Ganze "drivte" einfach! Anders kann man das nicht beschreiben.

Wir jedenfalls hatten unsere Freude mit diesen beiden Gruppen und den dargebotenen Titeln und wünschen uns allen und der gesamten Fernsehlandschaft weiterhin wieder mehr solche flotten und begeisternden Präsentationen im Oberkrainer-Sound. Bis demnächst!

Ihre krainer-music.com

 

 

- 23.05.04 -

Grenzländer - Zamejski Kvintet- die Neue!

Grenzländer-Heut ist der Teufel los Noch relativ frisch aus der CD-Presse erreichte uns vor einigen Tagen ein Belegexemplar der neuen Produktion des Zamejski Kvintet, zu gut deutsch: der Grenzländer, die wir hier und heute ein bischen näher vorstellen wollen. Gesagt sei gleich zu Anfang all jenen, die das Ensemble (noch) nicht kennen, dass der slowenische Name fälschlicherweise nicht eine Quintettbesetzung benennt, sondern die Herren aus Opicina im östlichen Teils Italiens sind zu sechst (die Klarinette ist doppelt besetzt), wie auf nebenstehender Abbildung des CD-Covers ersichtlich ist.

Was beim ersten Durchhören gleich ins Gehör springt und sich dort unwiderruflich festbeißt ist die Tatsache, dass die Scheibe in der Mehrheit Stücke enthält, die irgendwie einen "traurigen" Eindruck machen, irgendwie düster und verwegen klingen. Aber warum ist das so, woher kommt das? Dem geneigten Leser sei verraten, dass dies daher rührt, dass die Grenzländer -im speziellen der oder die Komponisten, die für die Titel verantwortlich zeichnen-, das musikalische Stilmittel der Moll-Akkorde (fast schon über Gebühr) einsetzen. Dies ist zwischenzeitlich schon ein Erkennungsmerkmal, man mag fast versucht sein zu sagen, ein Markenzeichen des Zamejski Kvintet.

Gleich zu Beginn ein "düsterer" Auftakt mit dem gesungenen Titel "Heut ist der Teufel los", dessen Name eigentlich alles andere als einen molllastigen ersten Teil einer flotten Polka verheißt. Aber schon ab der Mitte siegt die Fröhlichkeit wieder und es geht in frischen Dur-Akkorden weiter. Ganz anders dagegen die Kanaltal-Polka, die so gut wie gänzlich ohne Moll auskommt. Lediglich im dritten Teil huscht ein kleines Motiv vorbei, wie man das auch von anderen Gruppen kennt. Der Walzer Früh am Morgen plätschert so dahin wie ein Bächlein im Sonnenaufgang. Da wo Lieder erklingen ist eine flott dahingaloppierende Polka mit zwei lässigen Instrumentalteilen und einem gesungenen Trioteil, der auch wieder einen kurzen Moll-Touchée mitbekommt. Andrej Petaros zeichnet für ein Viertel der eingespielten Titel, so auch für den folgenden Walzer Lustig durchs Leben verantwortlich und auch hier wird das Erkennungsmerkmal der Grenzländer am Anfang und Schluß eingearbeitet. Spas s harmoniko, das Harmonika Rendezvous, läßt mit flotter Fingerfertigkeit auf dem Akkordeon grüssen und überrascht mit einem ungewöhnlichen Schluß, mit einem gezupften Ton auf der Gitarre wie bei einem Funk-Baß. Nette Idee! Im Stück Unsere Frauen besingen die Grenzländer die Fallen, die sie musikalisch aufstellen, um das weibliche Geschlecht hineintappen zu lassen und das sind Liebesworte und eine schöne Melodie. Allen anderen, denen der Erfolg bei den Damen bisher versagt blieb, sei dies als Geheimrezept mit auf den Weg gegeben. Dieser verdammte Wind wird nachgeahmt durch das Spiel von zwei Klarinetten in Verbindung mit einer Steirischen, ein Walzer, dem man schon irgendwie abnimmt, dass einen dieser verdammte Wind ganz schön aufregen kann. Ein Bravourstück für das Bariton darf auch hier auf der Scheibe der Grenzländer nicht fehlen und so stellt sich der Bassist der Gruppe mit dem Boarischen namens Wir tanzen durch die Nacht vor. Beim slowenischen Titel Z baritonom na ples ist es deutlicher herauszulesen, was auf den Hörer wartet.

Im übrigen werden all jene, die diese Produktion kaufen, feststellen, dass sämtliche Titel eine zweisprachige Benennung aufweisen, wie sich das für richtige Slowenen gehört, wenn sie in diesem Falle auch aus der östlichsten Ecke Italiens kommen und dort als Minderheit leben. Im schon lyrischen Walzertitel Du bist mein Sonnenschein hält der Mollakkord wieder kräftig Einzug, aber wie gesagt, schon als Erkennungsmerkmal dienend, gibt er auch ein unverwechselbares Stilmittel ab. Auf dem Helm oder Na Trgasci ist eine Polka mit strahlenden Trompetenpassagen und zweistimmigen Klarinetteneinwürfen, die flott und gehörfällig so vor sich hinläuft. Und an letzter Stelle dann -man muß sagen: leider- ein kleiner "Patzer", ein "Ausrutscher", wie wir es nennen wollen, der den eingefleischten Fans der Oberkrainer-Musik besonders weh tut: der Titel Gut drauf mit Oberkrainer Musik wäre, allein vom Cover abgelesen, sehr verheißungsvoll, wenn er nicht mit Schlagzeug unterlegt, daherkäme. In Esellied-Manier lädt er zwar bestimmt mit seinem "Yeah" zum Mitgröhlen im Festzelt mit, aber für eine solide Produktion hinterläßt er einen etwas gespaltenen Eindruck. Schade eigentlich, doch sei hier zum Troste erwähnt, dass das schon ganz andere Gruppen lange vor den "Grenzländern" auch bereits gemacht haben.

Wir laden ein, die Grenzländer kennenzulernen und sich selbst ein Bild zu machen von der neuen CD, die, wie schon erwähnt, seit einigen Wochen im Handel erhältlich ist und von einem hohen Wiedererkennungswert der Gruppe profitieren kann. Lassen Sie sich doch einladen auf ein "Listening" mit dem Zamejski Kvintet.

Ihre krainer-music.com

 

 

- 12.05.04 -

Wir feiern Geburtstag!

Heute feiern die Seiten von krainer-music.com ihren 2. Geburtstag. Und wir wollen uns bedanken. Danke sagen bei über 43.000 Besuchern und Klicks auf unsere Seiten für Ihre Treue, Ihre Zuschriften, Ihr Interesse. Den Musikanten und Gruppen sagen wir danke für Ihre Mithilfe und Ihr Engagement für die Pflege und den Fortbestand der Oberkrainer-Musik.

Wir hoffen, dass Sie uns auch in Zukunft rege besuchen werden, sich an Diskussionen, speziell auch in unserem KrainerForum, beteiligen, die angebotenen Service- und Dienstleistungen wie den kostenlosen KrainerMarkt für Kleinanzeigen, den grossen KrainerEvent-Veranstaltungskalender und die sonstigen Datenbanken nützen und wir Ihnen auch weiterhin viele interessante Infos und News rund um das Thema Oberkrainer bereitstellen können.

Noch ganz neu ist die Abteilung Logos & Tones, in der Sie als Besitzer eines NOKIA-Handys speziell angefertigte Betreiber- und Gruppenlogos Ihrer Favoriten herunterladen können. Es werden immmer wieder in loser Folge neue Logos hinzukommen, Klingeltöne sind ebenfalls geplant. Mit dem Abruf eines Logos unterstützen Sie auch den Betrieb unserer Seiten. Der Logoversand wird komplett über unseren Partner Teleworld abgewickelt.

Nochmals herzlichen Dank



für zwei Jahre Treue sagt

Krainer-music.com

 

 

- 12.05.04 -

Die "Wechsellandler" stellen sich vor!

Wechsellandler Schon eine Weile liegen die Unterlagen dieser Gruppe uns vor und jetzt endlich bringen wir auch die News darüber. Zumal sich seit dem Start der Gruppe als Quintett doch noch etwas getan hat, was sicherlich den einen oder anderen interessieren wird.

Aber nun mal schön der Reihe nach. Entstanden war die Truppe aus der früheren Besetzung "Wechselland-Vagabunden", die auch schon von den Cousins Andi (Gitarre) und Stefan Traint (Bariton) Anfang der 80er Jahre gegründet wurde. Über die Landesgrenzen hinaus bekannt, zogen sie mit dieser Gruppe über lange Jahre durch die Lande. Nachdem die "Wechselland-Vagabunden" dann aufgelöst wurden, suchten die beiden Cousins, noch nicht gewillt, sich bereits auf´s "Altenteil" zu begeben, nach gleichgesinnten Mitstreitern und so entstanden dann die "Wechsellandler" im März 1999, hier allerdings zu Beginn erst als Triobesetzung. Dem Faible der beiden Traint-Cousins für die Oberkrainermusik folgend, wurde die Besetzung im Herbst 2003 auf ein Quintett aufgestockt. In Sigi Köhler fanden Sie einen solchen Mitstreiter, der nicht nur auf Trompete und Schlagzeug glänzt, sondern sich auch unermüdlich um die organisatorischen und geschäftlichen Belange der Musikanten kümmert. Aus dem Tristingtal stammend, brachte er auch gleich seinen Freund, Musikkollegen und Klarinettisten Sepp Grabner mit, der während seiner Zeit bei den "Tristingtalern" seine Anlagen als musikalischer Allroundman fördern konnte und auf fast allen wichtigen Instrumenten zuhause ist und hier trumpfen darf. Valentin Berger aus Trzic in Slowenien kam als vorerst letzter zum Ensemble, der als Akkordeonist entscheidend den Sound der "Wechsellandler" mit prägt und mit mitreissender und dynamischer Spielweise glänzen will.

So, und nun zu der oben bereits angesprochenen Neuerung, was die Aufstockung zum Sextett anlangt. Über Umwege lernten die Musikanten auch noch einen weiteren kennen, der sicherlich für viele in der Oberkrainer-Szene ein Begriff ist. Hans Klauser, Mitbegründer und Chef des Heimatlandechos, das im vorigen Jahr nach über 30 Jahren aktiver Bühnentätigkeit den Dienst quittierte (wir berichteten), fand den nötigen Zuspruch, seine Klarinette noch nicht endgültig einzumotten und wieder aktiv auf der Bühne einzusetzen. Somit hat er bei den "Wechsellandlern" eine neue musikalische Heimat gefunden und kann sicherlich seinen reichen Erfahrungsschatz als Musiker, Komponist und Arrangeur hier mit einbringen. Es scheint so zu sein, dass sich die sechs Musikanten prima verstehen und vorallem mit dem nötigen Ehrgeiz an die Sache herangehen, da alle das gleiche musikalische Ziel haben.

Laut Sigi Köhler läßt es die jetzige musikalische Besetzung der "Wechsellandler" zu, dass ein neuer Sound mit einer unverkennbaren Dynamik geschaffen wurde. Und die sechs Freunde versichern, dass ihr Ehrgeiz darin besteht, immer wieder an diesem zu arbeiten und ihn ständig zu verbessern. Nun, wenn das keine guten Aussichten sind!?! Jeder einzelne ist auf seinem Instrument ein Solist und bekommt im Verlauf eines Auftritts auch ausreichend Gelegenheit, dies zu beweisen. Andererseits ist sich aber auch keiner der sechs Musikanten zu gut, sich dem Gesamtklangbild der Gruppe unterzuordnen wo nötig. Eine niveauvolle und nicht an Humor entbehrende (muss sich ja auch nicht zwangsläufig ausschliessen) Conférence soll das harmonische Gesamterscheinungsbild abrunden, wobei die "Wechsellandler" Wert darauf legen zu bemerken, dass ihr Bestreben, stets beste Unterhaltung zu bieten, im Vordergrund stehen soll.

Wer die "Wechsellandler" im Internet besuchen will, findet Infos, Termine und viel allerlei Interessantes auf deren Homepage http://die-wechsellandler.at. Auch hier auf unseren Seiten sind die meisten ihrer Auftritte im KrainerEvent-Kalender schon gepostet. Wir wünschen der Gruppe von hier aus viel Erfolg auf ihrem weiteren musikalischen Weg und laden alle Fans und jene, die es noch werden wollen, ein, einmal einen Auftritt der "Wechsellandler" zu besuchen.

Freuen wir uns alle, dass der Oberkrainer-Sound auch hier wieder von einer weiteren neuen Gruppe gepflegt werden wird.

Ihre krainer-music.com

 

 

- 02.05.04 -

Die sagenumwobenen global.kryner endlich enttarnt!

global.kryner Nach doch auch durchaus kontrovers geführten Diskussionen und einigen Ansätzen in unserem KrainerForum war es beim vergangenen Musikantenstadl nun endlich so weit: für all diejenigen, die bereits wußten, was auf sie zukommt, und andererseits für all jene, die dieses Ensemble eben nur vom Hörensagen und von dem kannten, was andere darüber so an Meinungen und Ansichten vom Stapel liessen: die global. kryner stellten sich einem breiten Fernsehpublikum vor. Und was dieses da zu sehen respektive zu hören bekam, passte bestimmt nicht in die Heile-Welt-Ansichten eines Oberkrainer-Fans oder auch des allgemeinen Konsumenten volkstümlicher Unterhaltungsmusik.

Man muss es sich einmal bewußt zu Gemüte führen: da kommen fünf Musiker und eine Sängerin daher und schicken sich an, eine -man kann fast schon sagen: Weltanschauung- komplett umzukrempeln, in dem sie kess behaupten: grundsätzlich ist jeder Titel zu "verkrainern". Das eigentlich Bemerkenswerte an dieser Aussage ist, dass es nicht dabei bleibt, sondern sie machen ihre "Drohung" wahr! Und was dann herauskommen kann, war in eben diesem vorigen Musikantenstadl zu bestaunen. Und unserer Meinung staunte das Publikum inclusive Moik nicht schlecht, was es da auf die Ohren bekam. Die fünf Herren Musiker mit Sängerin kleiden U-Musik (besser noch gesagt: Welt-Musik) eines ganz anderen Genres ins Trachtengewand der slowenischen Oberkrainer-Musik. Und man höre und staune: zumindest mit den bis dato ausgewählten Stücken scheint das zu klappen! Die Rechnung geht für die global.kryner auf. Ob es sich dabei um Melodien aus Pop, Klassik oder Jazz handeln kann, bleibt völlig offen. Die neueste CD-Produktion, so kann das Ensemble vollmundig auf seiner Homepage werben, ist in den Austria Top40 Longplay Charts in der ersten Woche bereits auf Platz 14 und auf Anhieb die erfolgreichste österreichische Produktion! Klarinettist Christof Spörk ließ uns vorab bereits eine Demo-Einspielung zukommen, auf der sich abzeichnete, was denn da auf den Markt gespült werden sollte. Mit so eingängigen und bekannten Tracks wie "Something stupid", "Sex bomb" oder "night and day" gehen die global.kryner auf musikalische Ausflugstour und machen sich auf zu neuen Ufern. Machen sich auf, um sich vielleicht auch ein gänzlich neues Publikum zu erschliessen, eines, das bis jetzt keinerlei Berührung mit der volkstümlichen -sprich konkret: mit der Oberkrainer-Musik- hatte und diese nun, elegant verpackt in Songs, die jeder kennt und gerne hört, quasi frei Haus untergejubelt bekommt, ohne es vielleicht bewußt als das zu registrieren, was es schlußendlich ist. Oder auch Hörer ganz unterschiedlicher Stilrichtungen zusammen zu bringen, um all jenen zu zeigen, dass sie mit ihren Vorlieben und Neigungen gar nicht so himmelweit auseinander liegen, wie es zu sein scheint. Zumindest, um zu zeigen, dass sich als gravierend darstellende und scheinbar unvereinbare Unterschiede durchaus überbrückbar sind. Es gefällt, was die global.kryner bringen, das war im Musikantenstadl überdeutlich am Applaus des Publikums zu hören. Und manch einer, der sich in unserem Forum eher bedeckt hielt oder dem Ganzen skeptisch gegenüber stand, wird seine Meinung revidieren können oder müssen oder hat es bereits getan.

Wer aber sind nun die global.kryner eigentlich und wer steckt hinter diesem Projekt? Namentlich handelt es sich um den Klarinettisten Christof Spörk, der im übrigen auch den Part der Moderation bei der Gruppe inne hat, den Trompeter Thomas Gansch, den Bassposaunisten Sebastian Fuchsberger, den Akkordeonisten Anton Sauprügl, den Mann an der Rhythmusgitarre, Edi Köhldorfer und die Sängerin Anne Marie Höller, die nicht nur mit ihrer Stimme auffällt, sondern durchaus auch optisch punkten kann. Und was wollen sie, was ist deren Zielsetzung? Sie versuchen, den Oberkrainersound aus der Bierzeltseligkeit in ein seriöses World-Music-Genre zu übersetzen (was allein schon gelobt werden kann. Oberkrainer-Musik war eine Zeitlang durchaus imstande, konzertmäßig Hallen zu füllen, die weder bierbankbestuhlt noch pommes-frites-duftdurchsetzt waren), dabei den Spielwitz nicht zu verlieren und zu allem Überfluss noch zu beweisen, dass eben jedes Lied, ganz egal, aus welchem Genre nun genau, "verkrainert" werden kann.
Sängerin Anne Marie Höller gilt als eine der besten Stimmen des Landes: „entdeckt“ von der Jazzsängerin Ellie Wright, genoss sie Ihre vokale Ausbildung in Los Angeles und sang schon mit Größen wie Hubert Tubbs (Tower of Power) oder Wolfgang Ambros, Anton Sauprügl an der Quetsch´n ist Musikschuldirektor in Purgstall und durchaus kein Unbekannter für die Insider in der Oberkrainer-Szene, spielte er doch zuletzt zusammen mit Christian Dollfuß bei den Texingtal Musikanten. Christof Spörk ist sowohl Conferencier bei den global.krynern als auch bei der Musikkabarettgruppe "Die Landstreich", Posaunist und Heldentenor Sebastian Fuchsberger ist einschlägig bekannt als charmanter Blechsprengmeister der "Mnozil Brass" und Österreichs zur Zeit bester Jazztrompeter Thomas Gansch, der auch beim Vienna Art Orchestra und bei Gansch & Roses bläst und Gitarrist Edi Köhldorfer, der nicht nur auf Oberkrainer grooven soll, sondern bereits auch schon mit internationalen Jazzstars wie Stephane Grappelli gigte, komplettieren die Besetzung. Also durchaus "Musikantenmaterial", das sich sehen und hören lassen kann. Man bedenke dabei, dass gerade auch Mitglieder des Orig. Oberkrainer Quintetts wie Leo Ponikvar ursprünglich aus dem Jazzfach kamen und dabei allerbeste Voraussetzungen mitbrachten für ein nuancenreiches und farbiges Spiel, was oft aussergewöhnliche Harmonik und dynamische Ausdrucksweise zu Tage fördert und dem Oberkrainer-Sound eine facettenreiche Farbe verleihen kann.

Wer also die global.kryner und deren aussergewöhnliche Art, Weltmusik im Oberkrainer-Sound darzubieten, einmal live erleben möchte, besucht sie am besten im Internet unter ihrer Adresse www.globalkryner.at und schaut dort nach, wann und wo sie auftreten. Wir jedenfalls werden uns diese Truppe auch einmal auf der Bühne zu Gemüte führen, um "mitreden" zu können. Auch wenn die global.kryner sicherlich nicht das "Tagesgeschäft" von krainer-music.com widerspiegeln. Das heißt deswegen noch lange nicht, dass wir nicht hin und wieder, mit Bedacht, auch etwas über den eigenen Tellerrand hinausblicken. Denn eines wird auch in der grossen Oberkrainer-Gemeinde immer wieder groß geschrieben: Toleranz. Und das ist auch gut so.
Was wir sicherlich nicht sein wollen, ist ein Sammelsurium für alle erdenklichen und vielleicht noch angedachten Projekte und Spielarten, die es jemals in dieser oder ähnlichen Richtungen geben könnte. Das nehmen wir durchaus für uns in Anspruch. Aber lassen Sie uns gemeinsam immer wieder auch schauen, was der Markt so hergibt. Interessant ist es allemal.

Bleiben Sie uns positiv gewogen bis demnächst

Ihre krainer-music.com

 

 

- 19.04.04 -

Ensemble Hans Wieland mit größerer Besetzung zu neuen Ufern!

In einem persönlichen Gespräch mit Hans Wieland, einem Gasteiner Musiker und Komponisten, erzählte uns dieser von seinem neuesten Vorhaben. Dreizehn Jahre Vorbereitungs- und Reifungszeit brauchte es, um das umzusetzen, was nun an drei hintereinander folgenden Konzerten vom heutigen Montag, 19.04.04, bis zum Mittwoch, dem 21.04.04, einem breiteren Publikum vorgestellt werden soll. Das Ensemble Hans Wieland war und ist eine Oberkrainer-Besetzung, bestehend seit den frühen 90er Jahren, die eigentlich nie öffentlich auftrat, sondern eine reine Studioformation darstellte. Die Truppe nahm einen Tonträger auf und veröffentlichte diesen. Das bemerkenswerteste daran eigentlich ist, dass Hans Wieland bei allen Titeln als Komponist verantwortlich zeichnet, obwohl er eines mit Slavko Avsenik gemein hat: er ist ein sogenannter Autodidakt, d.h. er hat keinerlei musikalische Ausbildung. Das, was er kann, was er spielt (auf seinem Kontrabaß), das, was er komponiert, das, was er an seinen eigenen Gefühlen in die Musik mit hineinpackt, hat er sich selbst beigebracht. Somit ist er frei von jeglichen Zwängen, die einem die klassiche Kompositions-, Harmonie- und Notationslehre beim Musizieren und Komponieren einstweilen auferlegt. Er selbst sagt: "Ich kann meinen Gefühlen Klänge geben, ohne achtgeben zu müssen, ob ich nach den "Regeln" schreibe oder ob ich vorgegebene Grenzen überschreite". Deshalb, so meint er, klingt vieles bei ihm anders, als man es vielleicht erwarten würde. So nun auch bei diesem neuen Projekt, das sich Hans Wieland und sein KrainerBlech nennt. Wieland sagt: "Mit Krainer hat es eigentlich überhaupt nichts mehr zu tun". Das "Krainer" bezieht sich lediglich auf das noch vorhandene Akkordeon, das die oberkrainergewohnte Begleitung beisteuert und die slowenische Rhythmusgitarre. Ansonsten besteht das Blech aus drei Trompeten, drei Posaunen, zwei Klarinetten, einer Solo-Gitarre, einem Kontrabaß und einer Tuba.

Wieland legt Wert darauf, dass er sich als absoluter Oberkrainer-Freak outet und auch als solcher gesehen werden will. Er sieht für sich persönlich eher einen Stillstand in der Oberkrainer-Musik, weswegen er an diesem Projekt kompositorisch wachsen möchte. Zitat: "Es gibt kompositorisch für die Quintettbesetzung keinerlei Steigerung mehr! Das Beste, was hier möglich ist, hat Slavko Avsenik vorgegeben. Den wird es nur einmal geben und er wird unerreicht bleiben!" Große Worte eines Komponistenkollegen und ebenfalls eines Autodidakten, der sich aufmacht zu neuen Ufern.
In der grossen Besetzung geht das Ensemble Hans Wieland vollständig auf. Dessen Mitglieder Milan Ferlez an der Gitarre (zugleich Senior der ganzen Besetzung und dennoch treibende Kraft für das Weitermachen), Herbert Hofer (cl), Hans Santner (tr), Manfred Eisl (acc.) und eben Hans Wieland (Kontrabaß) spielen so neben dem ganzen anderen Gebläse, das sich im gesamten gesehen aus sechs Kapellmeistern, Musikanten aus anderen Quintettbesetzungen, der Lungauer Bigband und aus Militärmusikkapellen rekrutiert. Alle haben sie jedoch im Gegensatz zu Wieland eine musikalische Ausbildung, sie alle verbindet die Liebe zu Avsenik´schen Musik.

Wer sich also am heutigen Montag zum Dichtlwirt nach Pöham, am Dienstag nach Filzmoos (Bischofsmütze) oder am Mittwoch nach Saalfelden zum Schörhof aufmacht und das Ensemble Hans Wieland kennt oder schon mal davon gehört hat, sollte sich dessen gewahr sein, dass er an diesen Abenden alles andere, nur nicht Oberkrainer-Musik zu hören bekommen wird. Völlig neue Kompositionen seien das, die sich in keiner Weise an vorhandenes anlehnen. In der regionalen Volksmusik verwurzeltes trifft auf etwas mit einem Hang zum Klassischen, die Texte sind alle in Pongauer Mundart gehalten. Für manch einen wird es -wie gesagt- eine Überraschung sein, etwas gänzlich anderes geboten zu bekommen, als man es sich vielleicht erwartet hätte. Vielleicht eine Art Kontrastprogramm zum einlullenden und oberflächlichen Festzelt-Lalala, ein Konzertprogramm eben. Jeder Titel habe seinen eigenen Charakter, obwohl die einzelnen Stücke kilometerweit voneinander entfernt liegen können.
Hier ein paar Schlagworte aus der Vorankündigung: symphonisch, Jazz, Rhythmus, hart-gefühlvoll, einfach, Groove, BigBand-Sound, bodenständig-fremd, offensiv und zurückhaltend zugleich, musikalische-dynamische Attacken beuteln den Zuhörer, intuitiv-aus dem Bauch heraus, abwechslungsreich, unbeschreiblich. Man könnte diese Liste endlos weiterführen. Irgendwo kommt denn als Schlagwort auch "Oberkrainer" vor. Ausgehend davon, dass Hans Wieland es selbst nicht richtig in Worte fassen kann, was denn nun genau den Zuhörer dort erwarten wird, ist es ein sehr zweischneidiges Schwert: das Ensemble Hans Wieland macht Oberkrainer-Musik, Hans Wieland und sein KrainerBlech, in dem dieses Ensemble integriert ist, macht sich auf zu neuen musikalischen Ufern, die mit Oberkrainer-Musik sehr wenig oder gar nichts mehr gemein haben dürften. Seien Sie sich dessen bewußt, wenn Sie sich auf das Erleben dieses Experiments einlassen.